Feuer wird UnterrichtsthemaUntersuchungen nach Schulbrand in Ehrenfeld dauern an

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Der Dachstuhl der Astrid-Lindgren-Schule hat gebrannt.

Köln-Ehrenfeld – Knapp eine Woche ist es nun her, dass im Dachstuhl der Astrid-Lindgren-Schule in der Borsigstraße ein Feuer ausbrach. Vom Brand betroffen war ein Teil des Gebäudes, das derzeit von den siebten und achten Klassen der sich im Bau befindenden Helios-Schule genutzt wird. Am Montagabend des 22. November war der Dachstuhl um kurz vor 20 Uhr in Flammen aufgegangen, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von etwa 140 Einsatzkräften an. Diese konnten zwar verhindern, dass die Flammen auf umliegende Häuser übergingen, der Dachstuhl selbst aber brannte vollständig aus.

Als Ursache für das Feuer ermittelten Experten der Polizei einen technischen Defekt, Brandstiftung wurde ausgeschlossen. Dennoch dauert die Untersuchung des Gebäudes weiterhin an, wie die Helios-Schule in einem kürzlich veröffentlichten Elternbrief erklärt: „Es gibt noch keine Neuigkeiten über die Schadensituation des Gebäudes”, heißt es in diesem, „die Stadt Köln teilt mit, dass die Expertinnen und Experten mit Hochdruck daran arbeiten, Klarheit über den baulichen Zustand im Gebäude zu bekommen.”

Kölner Schüler lernen im Mensagebäude

Wie die Schulleitung weiter ausführt, könne die Begutachtung jedoch noch einige Tage in Anspruch nehmen – sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werden diese an die Eltern und Schüler weitergegeben.

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Vom Fazit der Fachleute hängt auch ab, wann das Schulgebäude wieder für den Unterricht genutzt werden kann. Bis dahin werden die Jugendlichen des Doppeljahrgangs Sieben und Acht im Wechselbetrieb unterrichtet werden, der im Mensagebäude der Helios-Schule stattfinden wird.

Die Sporthalle und ein Container auf dem Schulhof werden zunächst von den Kindern der Astrid-Lindgren-Grundschule genutzt. Diese blieb bei dem Feuer weitestgehend unbeschadet, doch stehen auch hier noch abschließende Bewertungen aus.

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Neben dem regulären Lehrstoff wird nun auch das Feuer selbst Einzug in den Stundenplan der Schülerinnen und Schüler finden: „Uns ist bewusst, dass der Brand im Schulgebäude für die Jugendlichen eine sehr einschneidende Erfahrung darstellt”, schreibt die Helios-Schule in ihrem Rundbrief, „deshalb wollen wir die Zeit in den nächsten Tagen und Wochen auch dazu nutzen, um mit den Jugendlichen über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen.”

In der Zwischenzeit wurde die Borsigstraße von der Stadt Köln in Gänze für den PKW-Verkehr gesperrt. Auch für Passanten ist sie derzeit nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite passierbar.

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