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Gedenken in KölnJesiden erinnern an den Völkermord durch den IS

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Zum 12. Jahrestag gedenken Jesiden der Opfer des Volkermords. (Symbolbild)

Zum 12. Jahrestag des Völkermords gedenken Jesiden gemeinsam der Opfer des Genozids von 2014.

Vor zwölf Jahren überfiel der sogenannte Islamische Staat (IS) die jesidische Bevölkerung am 3. August 2014 im Nordirak. Anlässlich des Jahrestages kommen daher Jesiden in Köln zusammen, um der Opfer zu gedenken. Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, 2. August von 19 bis 22 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Erwartet werden rund 150 Teilnehmende. Offiziell trägt die Veranstaltung den Titel „Lichter zum Andenken an den 12. Jahrestag des Völkermords an den Jesidinnen und Jesiden“. Gemeinsam wollen die Teilnehmenden Kerzen als Zeichen von Trauer und Solidarität anzünden.

Die Angriffe des sogenannten „Islamischen Staates“ auf die Sindschar-Region kostete Tausenden Menschen das Leben. Frauen und Mädchen wurden verschleppt und misshandelt. Erst im Januar 2023 erkannte der Bundestag diese Verbrechen offiziell als Völkermord an. Bis heute werden mehr als 2500 Frauen und Mädchen vermisst.

Eine Frau steht am 04.10.2015 im Flüchtlingslager Sharya nahe der nordirakischen Stadt Dohuk.

Eine Frau steht am 04.10.2015 im Flüchtlingslager Sharya nahe der nordirakischen Stadt Dohuk.

Auch wenn der IS 2017 militärisch besiegt wurde, bleibt die Region politisch und sicherheitstechnisch instabil und macht eine Rückkehr für viele kaum möglich. Noch immer leben deshalb zahlreiche Menschen in Flüchtlingsunterkünften. In Deutschland lebt mit mehr als 200.000 Menschen die größte jesidische Diasporagemeinde weltweit.