Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten oder Tätern lassen sich laut Polizei nicht erkennen.
Polizei gibt Tipps zum SchutzIm Kölner Süden häufen sich zuletzt die Einbrüche

Gekippte Fenster sind für Einbrecher fast gleichbedeutend mit offenen Fenstern - der Einstieg ist leicht.
Copyright: picture alliance/dpa
Im Kölner Süden häufen sich derzeit Einbrüche und Einbruchsversuche in Häuser und Wohnungen. Allein in der vergangenen Woche gab es laut Einbruchradar der Polizei Köln 20 Taten in den Stadtteilen Hahnwald, Rondorf, Bayenthal, Weiß und Sürth. Das ist knapp ein Fünftel aller 95 Einbrüche im gesamten Stadtgebiet in der vorigen Woche.
Dennoch spricht die Polizei nicht von einem „ungewöhnlichen“ Anstieg; voriges Jahr habe es zu diesem Zeitpunkt ungefähr gleich viele Taten im genannten Bereich gegeben. „Die Zahl der Einbrüche steigt jedes Jahr mit Beginn der dunklen Jahreszeit“, sagte eine Sprecherin. Insgesamt 1386 Taten gab es insgesamt im vorigen Jahr, durchschnittlich zwischen drei und vier pro Tag.
Köln: Hälfte der Einbrüche in Einfamilienhäusern
Etwa die Hälfte aller Taten in den südlichen Stadtteilen vorige Woche wurde in Einfamilienhäusern und Villen verübt, weitere 41 Prozent in Wohnungen. Streifenbeamte konnten einen Tatverdächtigen nach einem Einbruchdiebstahl festnehmen. Ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten oder Tätern sei nicht erkennbar, teilte die Polizei mit.
Alles zum Thema Polizei Köln
- Unter Drogeneinfluss und zu schnell Polizei stoppt 40-Jährigen in Bonn
- Lohmarer verurteilt „Bei dem Einsatz hätten auch Feuerwehrleute ums Leben kommen können“
- „Sie wären nur noch Brösel gewesen“ Bewährungsstrafe für Lohmarer nach Verpuffung im Keller
- Ein Verletzter am Dom-Hotel Feuerwehr und Rettungsdienst nach Stromunfall in Köln im Einsatz
- Nach Raub am Hohenzollernring Polizei nimmt drei mutmaßliche Räuber in Köln fest
- Jugendbande im Beethovenpark Polizei setzt nach Raubserie 15-Jährigen fest – Opfer traut sich nicht mehr in Schule
Der Einbruchradar, ein Online-Angebot der Polizei, zeigt auf einer Karte detailliert, wo in Köln zuletzt Einbrüche stattgefunden haben – heruntergebrochen bis auf einzelne Straßenzüge in den Veedeln.
Die Polizei weist erneut darauf an, Wohnungen und Häuser mit mechanischen Mitteln zu sichern, etwa Pilzkopfverriegelungen an Fenstern und Terassentüren. Ergänzt werden sollte der Schutz durch elektronische Sicherungen wie Videokameras oder Smarthome-Anwendungen, die zum Beispiel verdächtige Bewegungen im oder am Haus direkt als Signal auf das Smartphone senden.
Darüber hinaus sollten tagsüber nicht die Rollläden heruntergelassen werden, stattdessen solle man „Anwesenheit zeigen oder simulieren“, etwa durch Licht oder Geräusche. Die meisten Einbrüche und Einbruchsversuche werden tagsüber oder am frühen Abend verübt. Nur in seltenen Fällen nehmen die Täter bewusst in Kauf, dass sie auf Bewohner treffen. (ts)

