Die Kontrolleure fanden Mäusekot in vielen Bereichen des Betriebs. Die Lebensmittel seien einer Kontaminationsgefahr ausgesetzt gewesen.
„Sehr schlechter Zustand“Kölner Pizzeria nach Lebensmittel-Kontrolle geschlossen

Eine Lebensmittelprobe in einem Labor (Symbolfoto).
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Lebensmittel-Kontrolleure der Stadt Köln haben bei einer Inspektion eines Restaurants in Köln erhebliche Hygienemängel festgestellt. Die festgestellten Verstöße waren so schwerwiegend, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wurde.
Wie aus dem beim Landesamt für Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen veröffentlichten Bericht vom Mittwoch (26. November) hervorgeht, wurden bei der Lebensmittel-Kontrolle der Gastro-Einrichtung in der Olpener Straße in Köln-Kalk diverse Mängel gefunden.
Pizzeria in Köln: Lebensmittel-Kontrolleure finden Mäusekot in vielen Bereichen
„Zum Zeitpunkt der Kontrolle befand sich der Betrieb in einem hygienisch sehr schlechten Zustand“, so die Kontrolleure. Sowohl in der Küche als auch im Verkaufsraum seien Ausscheidungen von Schadnagern vorgefunden worden.
Die betroffenen Räume seien so stark verunreinigt gewesen, dass eine Grundreinigung sämtlicher Einrichtungsgegenstände erforderlich gewesen sei. „Es befand sich etwa Mäusekot in Lebensmittelregalen, auf dem Arbeitstisch neben einer Aufschnittmaschine und in den Bodenbereichen der Küche“, so die Kontrolleure der Stadt Köln weiter.
Zudem hätten zahlreiche hygienische und bauliche Mängel bestanden. So sei die Beleuchtung mangelhaft gewesen und die Dichtungen in der Kühltheke seien beschädigt gewesen.
Verstöße während Kontrolle in Kölner Restaurant
„Die in der Betriebsstätte hergestellten, verarbeiteten und in den Verkehr gebrachten Lebensmittel waren einer Kontaminationsgefahr ausgesetzt“, schreiben die Kontrolleure. Ein geeignetes Verfahren zur Schädlingsbekämpfung habe gefehlt.
Die Lebensmittel-Kontrolle sei während der Betriebs- und Geschäftszeiten durchgeführt worden. Dabei beobachteten die Kontrolleure, wie Lebensmittel zur Ausgabe vorbereitet wurden, die in den durch Schadnagerkot verunreinigten Bereichen zubereitet und gelagert wurden.
Gastro-Betrieb nach Kontrolle geschlossen – Inhaber bessert nach
Aufgrund der Gesamtumstände wurde die Schließung der Pizzeria in Köln-Kalk angeordnet. Bei einer Nachkontrolle sei festgestellt worden, dass der Betrieb in wesentlichen Teilen gereinigt worden war. Es hätten jedoch weiterhin Mängel bestanden.
Es wurde eine Schädlingsbekämpfung durch eine professionelle Firma angeordnet. Zum Zeitpunkt einer zweiten Nachkontrolle sei diese durchgeführt worden. Die Bekämpfung werde vorübergehend alle zwei Wochen stattfinden, hieß es. Zudem sei eine Grundreinigung durchgeführt worden.
Auf dem Portal „Lebensmitteltransparenz.nrw“ veröffentlichen die Prüfer des Landes NRW Verstöße gegen Hygienevorschriften in der Gastronomie, die so schwerwiegend sind, dass ihretwegen mindestens ein Bußgeld von 350 Euro zu erwarten ist. Nur weil ein Restaurant in der Liste auftaucht, bedeutet das aber nicht, dass Kunden ihre Gesundheit mit einem Besuch tatsächlich gefährdet haben. (jv)

