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Risiko ist Kölner Künstlern zu hoch Immisitzung sagt alle Termine der Session ab

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Die Immisitzung mit Präsidentin Myriam Chebabi (2.v.r.) im Februar 2022 (Archivbild).

Köln – „Jeder Jeck ist von woanders“ proklamiert die Immisitzung schon seit mehr als einem Jahrzehnt in Köln. Eigentlich. Denn erneut haben die alternativen Jecken alle Sitzungen einer Session abgesagt. Wie schon im Vorjahr sei ihnen das Risiko wegen drohender Maßnahmen zur Einschränkung des Corona-Virus zu groß. Damals sind die Karten bereits verkauft gewesen, das Geld gab es aber zurück.

Immisitzung auch für diese Session wegen Corona abgesagt

Nun ist die Entscheidung bereits vor der Session gefallen. Auf ihrer Facebook-Seite hatte sich das Ensemble nach siebenmonatiger Sommer-Pause zurückgemeldet. Und direkt die Absage verkündet. Während der Pandemie lasse es sich „leider nicht verlässlich planen“: „Wir müssen deswegen – sehr schweren Herzens – die Immisitzung 2023 im Bürgerhaus Stollwerck absagen.“

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„Es war ein langer und schwerer Prozess“, sagt Robby Göllmann, Puppenspieler, über die Entscheidung. Das Ensemble sei bereits zusammengestellt, die Probenpläne ausgetüftelt gewesen. Diese seien dieses Jahr eine besondere Herausforderung gewesen, denn viele der Kunstschaffenden und Technikerinnen und Techniker hätten mittlerweile krisensicherere Jobs angenommen. Das kostet Flexibilität.

„Manche setzen jetzt auf 100-prozentige Auslastung und wissen gar nicht, ob sie dieses Publikum im Winter überhaupt einlassen können“, sagt Göllmann. Als „Künstler-Kollektiv“ könne die Immisitzung nicht „in dieses Risiko reininvestieren“.

Karnevals-Jecke tun sich zusammen: Immisitzung zu Gast bei Fatal Banal

Jedoch kündigten die „Immisitzung-Jeck*innen“ eine Überraschung an: Sie werden mit vier Gastauftritten bei Fatal Banal trotzdem auf der Bühne zusehen sein. An zwei Freitagen, dem 10. und 17. Februar 2023, sowie am Samstag und Sonntag, den 18. und 19. Februar 2023, sind sie bei der „Kultsitzung in Kalk“ zu Gast. Weitere Informationen gibt die sich dieses Jahr wohl kooperierende Gemeinschaft der alternativen Karnevalssitzungen am Freitag, 4. November, bekannt.

Die Präsidentin der Immisitzung „Immi Mymmi“, Myriam Chebabi, hat sich über die Jahre in die Herzen der Kölnerinnen und Kölner moderiert, weil sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Perspektive der „Immis“, also von Zugezogenen, in den Karneval einbringt. Um über die Pandemie zu kommen, bieten die Immis zudem ein Solidaritätsticket auf ihrer Seite an. Somit haben die Immis trotz fehlender eigener Sitzung dennoch ein neues Sessionsmotto: „Jede Jeck is mal woanders!“ (juh)