Mehrere Bündnisse haben zum Protest gegen eine Demonstration von „Köln steht auf“ aufgerufen.
Tag der Deutschen EinheitHunderte Demonstranten in der Kölner Südstadt erwartet

Auf dem Chlodwigplatz soll am Samstag demonstriert werden.
Copyright: Arton Krasniqi
Am Samstag, 3. Oktober, wird in der Südstadt erneut demonstriert: Zum Tag der deutschen Einheit hat das Bündnis „Köln steht auf“ einen Gedenkzug geplant. Ab 14 Uhr wollen sich rund 200 angemeldete Personen mit Deutschlandfahnen am Chlodwigplatz treffen. Von dort ist ein Aufzug über die Severinstraße und die Hohe Pforte zum Roncalliplatz geplant. Dort soll um 17 Uhr eine Kundgebung stattfinden. Aufgerufen zu der Veranstaltung hat in den sozialen Netzwerken unter anderem eine Politikerin der Kölner AfD.
Zu einer Gegenkundgebung hat das „Spontane Südstadt-Bündnis gegen Rechts“ unter dem Motto „Köln(er Südstadt) bleibt stabil“ aufgerufen. Versammeln wollen sich die Teilnehmenden an der Ecke zum Kartäuserwall. Der Chlodwigplatz stehe wie kein anderer in Köln für den Widerstand der Kölner Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, teilte das Bündnis auf Instagram mit. Zudem soll es weiteren Gegenprotest von rund 100 linken Aktivisten gegen „Köln steht auf“ geben, die sich an der Ecke zum Ring aufstellen wollen, die denselben Weg zum Dom gehen.
„Köln steht auf“ steht in loser Verbindung zu der Protestbewegung „Projekt M1llion“, in der sich vor allem Rechtsextreme engagieren. Hinter dem noch jungen „Projekt M1llion“ steht laut eigenen Aussagen ein Team um den 44-jährigen Marcel Baldauf, Abteilungsleiter im Werkzeugbau aus Sachsen, der bisher nicht politisch aktiv gewesen sein soll. Über die sozialen Medien verbreitet die nach eigener Angabe überparteiliche Bürgerbewegung ihre Inhalte, die vor allem ein Protest gegen die aktuelle Bundesregierung sind. Am 10. Oktober hat sie eine Großdemonstration in Berlin geplant.
