Kommentar zu ImpfaktionenKöln braucht einfach und unbürokratisch mehr Impfdosen

Blick von oben auf Chorweiler-Mitte
Copyright: Arton Krasniqi
Köln – Dass die Stadt seit Montag mitten in den sozialen Brennpunkten impft, ist eine gute Sache – und sorgte schon vorab für große Medienresonanz, selbst im Ausland wurde berichtet. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Staatssekretärin Serap Güler belobigten die Aktion ausdrücklich und medienwirksam, fiel doch ein Stück vom Glanz auch auf sie. Doch damit scheint der Elan des Landes in dieser Sache auch schon erschöpft. Ganze 1000 Impfdosen konnte man in Düsseldorf erübrigen für die Sonderimpfungen, die nach dem Start in Chorweiler auch in Meschenich und Mülheim, in Kalk und Finkenberg stattfinden sollten. Mehr gibt es erstmal nicht.
Damit wäre die höchst sinnvolle Aktion beendet, noch bevor sie richtig gestartet ist. Und es bliebe der Eindruck, dass die Verantwortlichen im Land an einem nachhaltigen Erfolg gar nicht interessiert waren – Hauptsache, man sah gut aus. Doch noch lässt sich das korrigieren. Dazu müsste die Landesregierung der Stadt einfach und unbürokratisch weitere Impfdosen zur Verfügung stellen, auch wenn damit die üblichen Verteilmengen überschritten werden.
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Denn worum geht es hier noch mal? Um die effektive Bekämpfung der Pandemie – nicht aber um persönliche Eitelkeiten oder politische Hahnenkämpfe.



