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Uber, Bolt und Co.Kontrollen decken Hunderte Verstöße bei Mietwagen in Köln auf

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Die meisten Fahrten werden in Köln über Bolt und Uber vermittelt. (Symbolbild)

Die meisten Fahrten werden in Köln über Bolt und Uber vermittelt. (Symbolbild)

Köln verzeichnet bei der Regulierung des lokalen Mietwagen-Marktes dank Datenabgleich mit Uber und Bolt Erfolge.

Die Stadt Köln sieht deutliche Fortschritte bei der Ordnung auf dem Mietwagen‑Markt. Grund sind verstärkte Kontrollen des Ordnungsamtes sowie ein erneuter Datenabgleich mit den Vermittlungsdiensten Uber und Bolt im Jahr 2025.

Während die Zahl der Taxikonzessionen weiter leicht sinkt, ist die Zahl der Mietwagen-Erlaubnisse leicht gestiegen: von 1601 zu Jahresbeginn auf 1614. Insgesamt sind derzeit 328 Mietwagen-Unternehmen in Köln aktiv. Die meisten Fahrten werden über Uber und Bolt vermittelt, daneben gibt es spezialisierte Anbieter etwa für Krankenfahrten.

Keine illegalen Unternehmen gefunden

Beim zweiten großen Datenabgleich am 1. November wurden 1598 Fahrzeuge überprüft. Das Ergebnis: Der Großteil war korrekt registriert. In 57 Fällen mussten Angaben nachträglich korrigiert werden, meist wegen technischer oder formaler Fehler. Acht Fahrzeuge wurden vorläufig gesperrt, weil noch Unklarheiten bestehen. Illegale Unternehmen mit gefälschten Genehmigungen fand die Stadt jedoch keine. Insgesamt wurden 2025 etwa 140 Fahrzeuge von den Plattformen ausgeschlossen.

Die Stadt Köln und die beiden Vermittlungsdienste wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen und den jährlichen Datenabgleich auch 2026 durchführen. Zudem sollen künftig mehr Umlandkommunen eingebunden werden, um Schlupflöcher zu schließen.

Weitere Kontrollen mit Polizei und Zoll geplant

Auch auf der Straße hat die Stadt den Kontrolldruck erhöht. 185 Betriebssitze wurden 2025 überprüft – mehr als die Hälfte aller Unternehmen. In fünf Fällen fehlte ein ordnungsgemäßer Betriebssitz; hier wurden Widerrufsverfahren eingeleitet. Bei 730 Fahrzeugkontrollen stellte die Stadt 304 Verstöße fest, vor allem gegen die vorgeschriebene Rückkehrpflicht. Insgesamt wurden 366 Bußgeldverfahren eingeleitet.

Bei einer großen Kontrolle Ende November wurden 168 Mietwagen geprüft, 98 davon wurden beanstandet. Allein 50 Verstöße betrafen die Rückkehrpflicht. Weitere Schwerpunktaktionen sind für 2026 geplant – gemeinsam mit Polizei und Zoll. (lem)