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„Es gibt kein Recht darauf“Kölns OB will keine „Ballermannisierung“ seiner Stadt

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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) will die Stadt vor einer zunehmenden „Ballermannisierung“ bewahren.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) will die Stadt vor einer zunehmenden „Ballermannisierung“ bewahren.

Torsten Burmester will den Party-Trubel in geordneten Bahnen sehen. Auch beim Feiern gebe es Regeln, betont er – und warnt alle, die mit anderen Absichten anreisen.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) will die Stadt vor einer zunehmenden „Ballermannisierung“ bewahren. „Es ist etwas Schönes, wenn Menschen nach Köln kommen, weil sie das Feiern hier schätzen“, sagte der Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt sei stolz auf ihre Geselligkeit. „Dass wir das nicht in die Ballermannisierung laufen lassen dürfen, ist aber auch klar“, sagte Burmester. „Es gibt kein Recht darauf, hier Dinge zu tun, die man in der eigenen Heimatstadt nicht tun dürfte.“

Hintergrund sind vor allem Großereignisse wie Silvester oder auch der Karneval, zu denen zahlreiche Feiernde gezielt von außerhalb anreisten. Die Belastung für Einsatzkräfte sei in diesen Zeiten hoch, betonte der Oberbürgermeister. Ziel müsse es sein, Feiern zu ermöglichen, ohne dass Sicherheit, Sauberkeit und Rücksichtnahme verloren gingen.

Burmester kündigt gezielte Kontrollaktionen an

Die Stadt setze deshalb auf klare Regeln und auch gezielte Kontrollaktionen. Entscheidend sei dabei nicht flächendeckende Überwachung, sondern eine höhere Akzeptanz der Regeln in der Bevölkerung.

Der SPD-Politiker Burmester wurde im September 2025 zum Oberbürgermeister der Millionenstadt gewählt. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Burmester folgte auf Henriette Reker (parteilos), die nicht mehr zur Wahl angetreten war. (dpa)