„Es läuft gerade besch...“Verspätungen, Ausfälle, wenige Infos – Massive Beschwerden über die KVB

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Eine Stadtbahn der  Kölner Verkehrsbetriebe ist am Mittwochmorgen (18.01.2017) auf dem Sülzgürtel in Köln auf den Gleisen der KVB-Stadtbahnlinie 13 mit Fahrziel Holweide unterwegs.

Die Personalsituation bei der KVB ist weiter angespannt. Doch auch äußere Umstände führen derzeit zu Unmut bei den Kunden und Kundinnen. (Symbolbild)

Die Personalsituation bei der KVB ist weiter angespannt. Doch auch äußere Umstände führen derzeit zu Unmut bei den Kunden und Kundinnen.

Die Nachricht, dass die Linie 5 der KVB ab Anfang September wieder im 10-Minuten-Takt fahren würde, gab vielen Kölnern und Kölnerinnen Anlass zur Hoffnung, dass das Nahverkehrs-Chaos in der Stadt so langsam beendet sein könnte. Doch aktuell herrscht wieder Frust bei den Kunden und Kundinnen.

Am Montag (11. September) soll es im Feierabendverkehr vor allem auf der Linie 13 in Richtung Sülz zu teilweise chaotischen Szenen gekommen sein. So berichtet ein Nutzer auf X (ehemals Twitter), dass „drei Bahnladungen Menschen“ am Bahnhof Holweide auf die Bahn gewartet hätten, diese jedoch mehrfach ausgefallen sei.

Mülleimerbrand an der Nußbaumer Straße: KVB fährt nicht

Bereits am Montagmorgen kam es nach einem Mülleimerbrand an der Haltestelle „Nußbaumer Straße“ zu Problemen in die andere Richtung. Mehrere Bahnen der Linien 5 und 13 fielen aus, auf den Anzeigetafeln am Bahnsteig gab es keine Informationen für die wartenden Kunden und Kundinnen.

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Einem anderen User missfiel vor allem, dass es weder an den Haltestellen direkt, noch über die App Hinweise auf einen Grund für die zahlreichen Verzögerungen gebe. „Begründungen lassen wir weg. Dafür fehlt uns der Platz, die meisten Kunde interessiert es nicht und wiederum andere empfinden Begründungen schnell als Ausrede“, erklärte die KVB daraufhin auf X.

KVB: Unfälle und Streckensperrungen führen zu Verzögerungen

„Wenn es konkrete Rückfragen nach Störungsursachen gibt, beantworten wir diese natürlich“, erklärte KVB-Sprecher Matthias Pesch auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die aktuell bescheidene Betriebslage sei laut Pesch nicht nur auf interne Umstände zurückzuführen, auch wenn kurzfristige Krankmeldungen und die generell angespannte Personalsituation weiterhin Bestand hätten.

„Auch wenn ein Fahrzeug mit einer technischen Störung liegenbleibt, im Gleis steht oder ein Falschparker die Weiterfahrt einer Stadtbahn verhindert, wenn es zu einem Unfall kommt – häufig durch verbotswidriges Linksabbiegen – oder wenn wegen eines Polizei- oder Notarzteinsatzes Strecken kurzfristig gesperrt werden müssen (wie zum Beispiel an den letzten Tagen mehrfach geschehen): All das hat Auswirkungen häufig nicht nur für die betroffenen Linien, sondern für weitere Teile des Netzes“, erklärte Pesch.

„Es läuft gerade besch...“, kommentierte die Social-Media-Abteilung der KVB am Dienstagmorgen unter einem Beschwerde-Post eines Nutzers und verwies dann auf die Mobilitäts-Garantie und die Möglichkeit, bei einer Verspätung ab 20 Minuten ein Taxi oder ein Sharing-Dienst nutzen zu können. Die Kosten würden dann bis zu einer bestimmten Höhe erstattet werden. Die Anzahl der Kunden, die dieses Geld einfordern, ist im Jahr 2022 bereits massiv gestiegen von 396 auf 6977, das entspricht 1661 Prozent.

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