Wo bald Schülerinnen und Schüler lernen, experimentieren und ihre Pausen verbringen sollen, wurde jetzt Richtfest gefeiert. Am Gymnasium Kreuzgasse nimmt das neue Interimsgebäude nach jahrelanger Planung Gestalt an – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur umfassenden Sanierung der traditionsreichen Kölner Schule, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1828 reichen.
Im Interim wird das Gymnasium wohl auch seinen 200. Geburtstag feiern, sagte Schulleiter Klaus Kombrink-Detemble. „Auf jeden Fall wird für uns als Kreuzgasse dieser Bau unser neues Zuhause.“ Besonders lobte er die Stadt dafür, dass der Bau nicht nur qualitativ hochwertig sei, sondern auch an gleicher Stelle wie der Altbau errichtet werde.

So sieht der dreigeschossige Interimsbau derzeit aus.
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Entstehen wird auf dem Sportplatz der Schule ein dreigeschossiger Schulkomplex in Holzmodulbauweise. Das Gebäude umfasst auf 10.500 Quadratmetern neben Unterrichts- und Fachräumen auch eine Mensa, Verwaltungsbereiche und eine Zweifeldsporthalle. Mehr als 300 vorgefertigte Holzmodule werden dafür verbaut. Ein großer Teil der Ausstattung ist bereits in den Modulen integriert, bevor diese auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Den – zusammen mit dem Interim der Europaschule in der Südstadt bestellten – Bau lässt die Stadt sich 64 Millionen Euro kosten. Das Paket gilt als größter Schulholzmodulbau Europas, wie Schuldezernent Robert Voigtsberger beim Richtfest sagte.
Bessere Raumqualität
Die Bauweise ermögliche einen vergleichsweisen schnellen Aufbau, führte Voigtsberger weiter aus. Zugleich sei das Gebäude auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Nach seiner Nutzung durch das Gymnasium Kreuzgasse sollen die Module abgebaut und an einem anderen Standort wiederverwendet werden können. Holzbauten gelten darüber hinaus als besonders ökologisch, weil sie aus einem nachwachsenden Rohstoff gefertigt werden, sagte Werner Hansmann, Geschäftsführer Brügemann Holzbau. „Außerdem bietet der Holzbau eine bessere Raumqualität“, die bei Schülern zu nachweisbar besseren Leistungen führe.

Der Richtkranz wird in der Interimssporthalle befestigt.
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Fertig werden soll das Interim Mitte 2027. Dann sollen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte vom Altbau in die neuen Räume ziehen und anschließend die denkmalgeschützten Teile des Altbaus saniert und zwei weitere Trakte abgerissen und neugebaut werden. Wann die Arbeiten hierfür allerdings beginnen werden, ist noch unklar. Laut Co-Projektleiterin Nadine Lugert befindet sich die Stadt derzeit noch in Verhandlungen mit Unternehmen.
Unklar ist auch, was das für die Baukosten bedeutet. Einst waren einmal 113 Millionen Euro veranschlagt, die sich aber nicht halten ließen, nachdem die Stadt Kostenvoranschläge von Unternehmen einholen ließ. Nachdem Kosten von 200 Millionen Euro im Raum standen, zog die Stadt die Reißleine und ließ nach Einsparpotentialen suchen. „Wir haben optimiert“, sagte Lugert ohne – mit Blick auf die laufenden Vertragsverhandlungen – auf Näheres eingehen zu wollen.

