Köln im Radsportfieber: Über 8000 Fahrer starten am Sonntag bei „Rund um Köln“. Es gibt viele Sperrungen und ein volles Programm für Fans.
„Rund um Köln“Vier Rennen mit fast 9000 Fahrern – wo die Stadt am Wochenende gesperrt ist

Tausende Hobby- und Profi-Radfahrer treten bei „Rund um Köln“ in die Pedale – mitten durch Kölns Innenstadt.
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Am kommenden Sonntag, 17. Mai, feiert der älteste deutsche Eintages-Klassiker seine 108. Auflage. Mit fast 9000 Fahrerinnen und Fahrer – von Amateuren bis hin zu Weltklasse-Profis – treten bei „Rund um Köln“ in und um die Domstadt in die Pedale. Entlang der Strecke ist alles gefragt: Jubeln, Umleiten und Geduld bewahren.
Vier Rennen, ein Ziel: Der Rheinauhafen in Köln
Zentraler Schauplatz ist wie seit Jahren der Rheinauhafen in der Kölner Südstadt. Hier ist Start- und Zielbereich für die Profis und zwei der drei Jedermann-Rennen. Während das Amateurfeld des „Velodom 30“ um 12.30 Uhr in Bergisch Gladbach-Heidkamp startet, beginnen das Velodom 60 (67 km) und Velodom 120 (121 km) gegen 9 Uhr parallel im Kölner Rheinauhafen.
Die wichtiges Sperrungen in Köln:
- Bayenstraße: Bereits ab Samstag, 8 Uhr, zwischen Mechtildisstraße und Ubierring gesperrt – voraussichtlich bis Sonntagabend ca. 20 Uhr.
- Rheinuferstraße: Am Sonntag zwischen Filzengraben und Ubierring sowie weitere Abschnitte im Innenstadtbereich (teilweise ab ca. 7 Uhr).
- Severinsbrücke: Zufahrt sowie eine Fahrtrichtung (teilweise Richtung Deutz) von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Kurzzeitige Vollsperrung der Innenstadtrichtung zwischen 11 und ca. 11:45 Uhr.
- Deutzer Ring und östliche Zubringerstraße (Richtung Autobahn) sind ebenfalls betroffen.
- Rheinauhafen-Bereich: Besonders stark eingeschränkt am Samstag und Sonntag. Die Tiefgarage im Rheinauhafen bleibt erreichbar, allerdings mit Einschränkungen von Süden (Vorsperre ab Schönhauserstraße ca. 7–10 Uhr).
Die Profis starten um 11.30 Uhr – 181 Kilometer durch das Bergische
Das Elite-Rennen der Profis beginnt gegen 11:30 Uhr mit einem neutralisierten Start am Holzmarkt in der Kölner Altstadt. Erst hinter der Stadtgrenze, nach der Rheinquerung über die Severinsbrücke, wird das Tempo angezogen. Es folgen 181 Kilometer und über 1.850 Höhenmeter durch das Bergische Land bis nach Wipperfürth und zurück an den Rhein.
Gegen 15.30 Uhr wird die Spitze im Ziel am Rheinauhafen erwartet. Auf dem Weg dorthin müssen die Fahrer mehrere Sprint- und Bergwertungen meistern – unter anderem am Schloss Bensberg, dem Agathaberg (27 Prozent Steigung) und der Dombach-Sander-Straße in Bergisch Gladbach.
Straßen gesperrt, Busse umgeleitet: Was am Wochenende in Köln gilt
Wer mit dem Auto oder Bus unterwegs ist, muss am 16. und 17. Mai mit erheblichen Einschränkungen rechnen: Bereits ab Samstag, 16. Mai, ist ab 8 Uhr die Bayenstraße zwischen Mechtildisstraße und Ubierring gesperrt – bis Sonntagabend, 22 Uhr.

Tausende Radfahrer machen die Domstadt beim Radklassiker „Rund um Köln“ zum Radsport-Zentrum.
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Am Radrenntag, Sonntag, 17. Mai, wird der Bereich Rheinuferstraße (Filzengraben bis Ubierring) sowie die gesamte Strecke des Rennens abschnittsweise ab 8 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Besonders betroffen: Severinsbrücke, Deutzer Ring, östliche Zubringerstraße sowie zentrale Achsen in Kalk, Höhenberg und Dellbrück.
Wichtig: Die Sperrungen gelten jeweils rund eine Stunde vor Eintreffen des Fahrerfelds und werden danach sukzessive aufgehoben.
„Rund um Köln“-Radrennen: Auch Busse fahren anders
Mehrere Buslinien der KVB werden am Samstag und Sonntag umgeleitet oder verkürzt. Betroffen sind unter anderem die Linien 106, 132, 133, 154, 157 und 159. Zahlreiche Haltestellen werden nicht bedient oder verlegt – etwa Schokoladenmuseum, Severinstraße, Waidmarkt oder Chlodwigplatz.
Die KVB empfiehlt, Fahrpläne online zu prüfen und auf Stadtbahnlinien oder P+R-Angebote umzusteigen.
Radsport in Köln: Das sind die besten Plätze für Zuschauer
Wer live dabei sein will, sollte sich an die Hotspots entlang der Strecke stellen. Besonders sehenswert:
- Schloss Bensberg: Kopfsteinpflaster, enge Kurve, viel Drama.
- Dombach-Sander-Straße: knackiger Anstieg mit dreifacher Passage.
- Agathaberg bei Wipperfürth: spektakulär steile 27-Prozent-Steigung – höchste Stelle der Strecke.
Ob Profiteams wie Red Bull-Bora Hansgrohe, die deutsche Nationalmannschaft oder ambitionierte Hobbyfahrer: Sie alle treffen sich am 18. Mai in Köln, um sich und den Radsport zu feiern. Die Stadt steht Kopf – auf zwei Rädern.
Zusätzlich bietet die Bike.Expo-Messe am Harry-Blum-Platz im Rheinauhafen am Samstag (12–19 Uhr) und Sonntag (9–17 Uhr) ein buntes Rahmenprogramm – mit neuen Rädern, Sportmode, Ernährungstipps und Aktionen für die ganze Familie. (red)

