Das Niedrigwasser bringt immer wieder Blindgänger im Rhein zum Vorschein. Seit August gab es 53 verdächtige Objekte.
Trockenes Flussbett nicht betretenStadt Köln warnt vor gefährlichen Blindgängern im Rhein

Anfang August legte das Niedrigwasser des Rheins bei Deutz eine Weltkriegsbombe frei.
Copyright: Alexander Franz/dpa
Die Stadt Köln warnt vor den Gefahren von Blindgängern, die aktuell angesichts des niedrigen Wasserstands im Rhein auftauchen. Verdächtige Gegenstände sollten keinesfalls berührt, bewegt oder eigenständig geborgen werden. In dem Zusammenhang hat die Stadt auch Zahlen zu Einsätzen der vergangenen Wochen veröffentlicht.
So kam es zwischen August und Anfang Oktober im Bereich zu 45 Einsätzen aufgrund von Kampfmitteln. 53 verdächtige Objekte wurden in diesem Zeitraum gemeldet oder gefunden, 33 von ihnen stellten sich tatsächlich als Kampfmittel heraus und wurden geborgen. Darunter befanden sich unter anderem Spreng- und Brandbomben, Minen, Granaten und verschiedene Munitionsteile.
Bomben im Rhein sorgen für zwei Evakuierungen in Köln
Zweimal mussten Kölnerinnen und Kölner aufgrund der Funde evakuiert werden. Am 6. August hatte der niedrige Rheinpegel in Deutz eine Fünf-Zentner-Bombe zum Vorschein gebracht, die am folgenden Tag entschärft werden konnte. Das war am 28. September mit der Zehn-Zentner-Bombe, die in Rodenkirchen entdeckt worden war, nicht möglich. Der Blindgänger musste am Folgetag auf Feldern im Weißer Bogen gesprengt werden.
Die Stadt appelliert aufgrund der Funde an die Kölnerinnen und Kölner, bekannte und befestigte Wege am Rhein nicht zu verlassen und keine aktuell trockenen Bereiche des Flussbettes zu betreten. Entdecken Personen einen verdächtigen Gegenstand, sollen sie Abstand halten, andere Menschen im Umfeld warnen und die Polizei oder das Ordnungsamt über die Telefonnummer 0221/221-32000 informieren. (tli)
