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Rückkehr an den Offenbachplatz„14 Jahre keine Kölner Oper – das heißt schon etwas“

5 min
Blick in den Opernsaal

Hier geht es bald los: Die Oper Köln öffnet ihre Säle. 

Nach 14 Jahren öffnen die Bühnen Köln wieder die Türen von Schauspiel und Oper in der Innenstadt. Die Redaktion hat bei Menschen in Köln nachgefragt, was sie darüber denken.

Kölner Oper und Schauspiel sind zurück an den Offenbachplatz in der Innenstadt gezogen. 14 Jahre hat die Sanierung der Gebäude dort in Anspruch genommen. So haben Menschen in Köln die Wiedereröffnung der Kulturstätten empfunden.

Claus Schneider und Carsten Schlaefke

Zwei Männer lächeln Arm in Arm in die Kamera.

Claus Schneider (l.) und Carsten Schlaefke freuen sich über die Wiedereröffnung der Kölner Oper. Schneider sagt: „14 Jahre keine Kölner Oper – das heißt schon etwas für Köln.“

Claus Schneider: „14 Jahre keine Kölner Oper – das heißt schon etwas für Köln. Wir freuen uns jetzt erst einmal auf den Festakt am Donnerstag. Über unser neues Abo, das wir gerade abgeschlossen haben, haben wir sogar noch Tickets gewonnen. Kölner Kultur, beziehungsweise Kultur in Deutschland und weltweit, ist immer ein Bereich, bei dem sich viele fragen: Lohnt sich das? Rentiert sich das? Rechnet sich das? Damit die Menschen, sage ich mal, nicht noch dümmer werden, muss Kultur immer subventioniert werden und die Kultur weiterleben kann.“


Christian und Helge

Christian: „Endlich ist wirklich eine schöne Oper da. Das brauchen wir ja hier auch.“

Helge: „In fünf Jahren ist diese ganze Kostenproblematik eher in den Hintergrund gerückt. Ich sehe da Parallelen zur Elbphilharmonie in Hamburg. Weil man sich an der Oper freut. Von innen ist sie echt der Hammer, muss ich sagen. Gefällt mir total gut. Und sie ist einzigartig.“


Melis Gülyaz und Sabah Abu Ataya

Zwei junge Frauen lächeln in die Kamera.

Melis Gülyaz (l.) und Sabah Abu Ataya wünschen sich, dass Kunst und Kultur für alle Bürger zugänglich sind

Sabah Abu Ataya: „Wir freuen uns darauf, wenn einfach allgemein Kunstformen jeder Art, ob Ballett, Oper oder Orchester, zugänglich gemacht werden für die Öffentlichkeit, für die Bürger.“

Melis Gülyaz: „Wir sind erst seit Kurzem kulturinteressiert, seit ungefähr zwei Jahren. Ich möchte gerne in ein Ballettstück gehen.“

Sabah Abu Ataya: „Ich habe auch am Anfang meines Studiums ein Kulturticket bekommen für die Erstsemester, dass sie auch tatsächlich im freien Eintritt überall reinschnuppern durften, um einfach Kunstformen auch zugänglich zu machen. So ein Ticket für junge Leute, das wäre schon was.“


Kerstin

„Ich freue mich, dass es endlich fertig ist. Aber diese immensen Kosten, das ist natürlich der Irrsinn. Darüber brauchen wir, glaube ich, nicht zu sprechen. Ich habe am Samstag im Internet die Rede des Oberbürgermeisters verfolgt. Ich finde es gut, dass er sich bei den Kölner Bürgern entschuldigt hat. Er hat mit der ganzen Sache im Prinzip nichts zu tun, weil das alles nach seiner Amtszeit passiert ist. Aber ich finde, dass er den Mut hatte, sich vor die Kölner Bürger zu stellen und zu sagen: Es ist doof gelaufen. Dafür ziehe ich den Hut vor ihm.

Unterm Strich sind wir Kölner, glaube ich, alle froh, dass dieses Kapitel jetzt irgendwie abgeschlossen ist. Nun warten wir noch die offenen Gerichtsverfahren ab. Aber zunächst einmal ist es gut, dass ein Schlussstrich gezogen werden kann und die Kölner dieses Gebäude, wenn sie die Musik denn mögen, jetzt auch wieder entsprechend nutzen können.“


Ingmar Skrinjar, Frank Westmeier und Berne Sondergeld

Drei Männer lächeln in die Kamera.

Ingmar Skrinjar (v. l.), Frank Westmeier und Berne Sondergeld freuen sich über die Wiedereröffnung. Der Düsseldorfer Westmeier kündigt an, künftig häufiger nach Köln zu kommen.

Frank Westmeier: „Ich kenne die Oper in Köln noch von früher. Wir drei sind ja schon etwas älter. In Düsseldorf warten wir noch auf unsere neue Oper, die ja noch gar nicht bestellt ist. Also jetzt werde ich öfter hier hinkommen. Düsseldorfer‑Kölner-Völkerverständigung nennt man das.“


Lena und Niklas Heimann

Ein paar steht Arm in Arm.

Lena und Niklas Heimann freuen sich auf das vielseitige Programm der Kölner Oper.

Lena Heimann: „Ich bin selbst Musikerin und freue mich besonders auf das vielseitige Programm, das jetzt wieder vor Ort angeboten wird– auf Opern und Theater mitten in der Innenstadt und nicht mehr auf der anderen Rheinseite. Und darauf, dass das Gebäude endlich wieder genutzt wird. Ich glaube, dass es auch wieder mehr Publikum anziehen wird als ein Ersatzopernhaus.“


Aylin

„Die Oper passt ins Gesamtbild mit dem Platz hier, dem Dufthaus 4711 da. Also ich halte es für schön, dass es wieder auf ist, und ich hoffe, dass viele Menschen es nutzen können. Ich kenne es fast gar nicht ohne Zaun und Baustelle. Deswegen ist es schön, mal wieder einen Platz zu haben, wo die Leute sein dürfen.“


Frieda und Henri und Lina

Drei Kinder stehen nebeneinander.

Frieda (v. l.), Henri und Lina wollen die Kölner Oper künftig näher kennenlernen.

Henri: „Ich würde mal einen Opernbesuch austesten, aber ich weiß noch nicht, ob ich öfter hinkomme. Ich würde es mir aber gerne einmal anschauen.“

Frieda: „Die Räume waren schon cool in der Kinderoper. Aber wir haben auch erst eine Oper gesehen. Hänsel und Gretel.“


Claudia Berger-Koch und Clemens Koch

Ein Mann und eine Frau lächeln in die Kamera.

Claudia Berger-Koch und Clemens Koch kommen sogar aus Düsseldorf für die Oper nach Köln.

Claudia Berger-Koch: „Ich finde es wunderbar, dass dieses einzigartige Opernhaus wieder eröffnet hat. Im Vergleich zur Elbphilharmonie in Hamburg hat Köln wirklich das sehenswertere Opernhaus. Und ich glaube, die Kölner sollten sich, auch wenn man in den vergangenen Tagen viel Negatives gehört hat, bewusst machen, was für ein einzigartiges Ensemble sie hier haben.

Der Stadt Köln und der Oper muss man ein großes Kompliment dafür machen, dass sie am Sonntagabend eine Übertragung mit verlosten Karten aus dem Haus angeboten haben. Das ist sehr wertschätzend. Aber der wesentliche Punkt ist: Es ist großartig, was hier entstanden ist, und ich freue mich sehr, dass Köln ein solch einzigartiges Opernhaus hat. Dafür kommen wir aus Düsseldorf. Wir haben uns tatsächlich schon Karten für eine Ballettaufführung im November besorgt.“

Helga Kreisel-Ellger

Eine Frau in pinker Jacke lächelt in die Kamera.

Helga Kreisel-Ellger wünscht sich  günstigere Eintrittspreise. Besonders gespannt ist sie auf die Räume.

„Ich würde mir günstigere Tickets wünschen. Dann würde ich noch viel öfter in die Oper gehen. Ansonsten erwarte ich einfach wunderschöne Musik, und darauf freue ich mich sehr. Schön ist auch, dass die Oper jetzt nicht mehr auf der anderen Rheinseite ist. Man kommt besser hin. Ich habe keine Tickets für eine Besichtigung bekommen, freue mich aber sehr auf die Räume. Das wird bestimmt toll. Von außen ist die Oper jetzt schon so schön angestrahlt. Ein tolles Ambiente.“