Zunächst gab sich der Verdächtige als Opfer des Angriffs aus, dank Überwachungsvideos konnte er aber überführt werden. Ermittlungen zu weiteren Beteiligten laufen.
Kölner HauptbahnhofGeschlagen und mit Messer bedroht – Tatverdächtiger gibt sich als Opfer aus

Ein Zeuge alarmierte die Polizei über den Angriff am Kölner Hauptbahnhof. (Symbolbild)
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Ein Verdächtiger soll im Kölner Hauptbahnhof einem Unbekannten ins Gesicht geschlagen und ihn und seinen Begleiter mit einem Messer bedroht haben. Eine Video zeigt den Angriff, der sich am Dienstag (16. April) ereignet hat. Zuvor hatte der 38-Jährige sich den Beamten gegenüber als Opfer des Angriffs dargestellt.
Gegen 22.40 Uhr alarmierte ein Zeuge die Bundespolizei über eine Körperverletzung und Bedrohung mit einem Messer. Die Beamten trafen vor Ort nur noch den 38 Jahre alten Verdächtigen an, der angab, durch drei Unbekannte beleidigt und angegriffen worden zu sein. Die Polizei wertete daraufhin Überwachungsvideos aus.
Köln: Der Verdächtige warf das Tatmesser in einen Mülleimer
Darauf war eindeutig zu sehen, dass der Mann einen Unbekannten mit einem Faustschlag angegriffen hatte. Dieser wiederum habe ihn daraufhin mit einem seiner beiden Begleiter attackiert und ihm einen Zahn ausgeschlagen. Kurz darauf habe der Verdächtige die beiden Unbekannten mit einem Messer bedroht, welche daraufhin die Flucht ergriffen. Der Mann warf er das Messer in einen Mülleimer, wo Bundespolizisten es sicherstellten.
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Sie brachten den Tatverdächtigen auf die Wache. Die Beamten führten dort einen Atemalkoholtest bei durch, welcher einen Wert von 0,6 Promille ergab. Einen Rettungswagen zu rufen lehnte der Mann ab. Er konnte die Dienststelle schließlich wieder verlassen.
Die Einsatzkräfte eröffneten mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen „Körperverletzung“, „Gefährlicher Körperverletzung“, „Bedrohung“ und einem „Verstoß gegen das Waffengesetz“. Zu den beiden Unbekannten laufen Ermittlungen.


