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Satirischer Wochenrückblick Drei Promis machen Köln Liebeserklärung – Balsam für die Seele

Blick auf die Gleise und Bahnsteige im Kölner Hauptbahnhof mit nächtlicher Beleuchtung

Die Kathedrale des Willkommens: Der Kölner Hauptbahnhof mit dem berühmten 4711-Schriftzug bei Nacht

Was haben die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, der Schauspieler Klaus J. Behrendt und Fußball-Weltmeister Philipp Lahm gemeinsam? Sie sind begeistert von Köln.

Wow! Gleich drei Promis haben in dieser Woche Liebeserklärungen an Köln abgegeben. Sie möge die Coolness, das Antiautoritäre und den Humor der Menschen, sagt Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Der Kölner lache sehr gern über sich selbst.

Diese Mentalität entspreche ganz der ihren. Schauspieler Klaus J. Behrendt will sogar das Pendeln zwischen Berlin und Köln drangeben und ganz an den Rhein ziehen. Wegen der positiven Energie der Stadt und der Mentalität der Leute, lobt der Tatort-Kommissar Max Ballauf.

Und Philipp Lahm, Fußball-Weltmeister von 2014, spricht als Botschafter für die Euro 2024 gar von einer engagierten Stadt mit Freude an Sport und Vielfalt. Köln zeige immer wieder, dass jeder willkommen ist.

Das ist Balsam für eine Stadt, die vor lauter Wunden lecken am Altstadt-Ufer neues Trostpflaster verlegen muss, um zu beweisen, dass sich etwas bewegt.

Mitten in dieses Hochgefühl platzt das Consumer Choice Center, angeblich eine weltweite Interessenvertretung der Verbraucher, und tritt den Hauptbahnhof in die Tonne. Zu klein, zu eng, zu voll.

Eine Unverfrorenheit! Diese Kathedrale des Willkommens, in der sich vom Junggesellenabschied bis zum Philharmonie-Besucher jeder Gast über eine Verspätung freut, weil sie ihm ein paar kostbare Minuten Köln schenkt. 10,5 Millionen Menschen hätten sich 2021 an jedem der elf Gleise gedrängelt. Das kennt man sonst nur aus Mumbai.

Keine Sorge. Das kriegen wir in den Griff. Und wenn wir die Kathedrale in der Vorweihnachtszeit drei Wochen zusperren. Angeblich wegen Bauarbeiten.