Der langjährige Leiter der Comedia, Klaus Schweizer, wurde mit dem Severins-Bürgerpreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Verdienste um das Severinsviertel.
Ehrung in KölnComedia-Gründer bekommt Severins-Bürgerpreis

Joachim Oepen, Vorsitzender Severinsbürger Preis e. V.; Klaus Schweizer, Preisträger; Gabi Markert-Rave, stellvertretende Vereinsvorsitzende
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Mit dem Severins-Bürgerpreis werden seit über 40 Jahren Menschen und Institutionen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Identität des Severinsviertels verdient gemacht haben. Im Mittelpunkt stehen immer die Pflege der kölnischen Sprache, des Brauchtums und der kölschen Lebensart ebenso wie die Offenheit für kulturelle Entwicklungen. In diesem Jahr wird mit Klaus Schweizer, dem Gründer und Geschäftsführer des Comedia-Theaters, eine Persönlichkeit gewürdigt, die die freie Theaterlandschaft Kölns nachhaltig mitgestaltet hat.
Schweizer leitet die Comedia seit 1977
Klaus Schweizer war Mitgründer des Ensembles „Ömmes & Oimel“ und leitet seit 1977 die Comedia. Darüber hinaus stand er selbst viele Jahre als Schauspieler auf der Bühne und hat die Entwicklung des Hauses sowohl künstlerisch als auch organisatorisch entscheidend mitgeprägt. Heute zählt die Comedia zu den bedeutendsten freien Kinder- und Jugendtheatern Deutschlands. Neben Schauspielproduktionen umfasst das Programm Kabarett, Musik- und Tanztheater sowie zahlreiche theaterpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche.
„Ich tummle mich seit über 40 Jahren in der Südstadt und gehöre quasi zum künstlerischen Inventar des Veedels. Deshalb freue ich mich riesig über diese Würdigung“, sagte Klaus Schweizer bei der Preisverleihung. Für die Zukunft des Hauses wünscht sich der Preisträger primär verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen: „Ich hoffe, dass die notwendigen Zuschüsse erhalten bleiben, damit wir unsere Arbeit fortsetzen und die Mitarbeiter von ihren Honoraren leben können.“
Auch der Vorsitzende des Vereins „Severins-Bürgerpreis“, Joachim Oepen, sieht die Wahl als absolut verdient an: „Die Comedia und Klaus Schweizer stehen für einen wichtigen Ort im Veedel. Gerade in Zeiten wie diesen ist es bedeutend, ein Theater zu würdigen – einen Ort, an dem das freie Wort und der demokratische Austausch ihren Platz haben.“
Als Erinnerung erhält der Preisträger eine Anstecknadel in Form der Severinstorburg sowie eine Chronik der bisherigen Preisträger. Deren Einband ziert eine Silberplakette, die das Straßennetz der Südstadt zeigt und damit das „Netzwerk Severinsviertel“ symbolisiert. Die Chronik bewahrt nicht nur die Erinnerung an das Engagement der Preisträger, sondern ist zugleich Teil der lebendigen Geschichte des Vringsveedels, die Jahr für Jahr fortgeschrieben wird.