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Zurückgebissen: Paradies 3.0Horizont Theater zeigt Ende Oktober neue Produktion „Der Apfel“

Die Komödie von Autorin Katrin Wiegand führt Adam, Eva, Gott und Teufel in eine angeschlagene WG im 11. Stock eines Kölner Hochhauses.

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Schauspielerin Signe Zurmühlen und Horizont-Theaterleiter Christos Nicopoulos blicken lächelnd der post-paradiesischen Ära entgegen.

Schauspielerin Signe Zurmühlen und Horizont-Theaterleiter Christos Nicopoulos blicken lächelnd der post-paradiesischen Ära entgegen.

„Was passiert, wenn Gott und Teufel gezwungen sind, eine vermüllte, chaotisch anmutende Einzimmerwohnung im 11. Stock einer Schrott-Immobilie in Köln-Chorweiler zu teilen? Wenn Adam plötzlich vor der Tür steht – verlassen von Eva und dringend einen Schlafplatz suchend? Und was, wenn schließlich auch noch Eva selbstbewusst und äußerst wütend auftaucht?“, fragen die Macherinnen und Macher vom Horizont Theater in ihrem neuen Stück „Der Apfel“.

Die Antworten darauf folgen im Zuge der Premiere am 28. Oktober in der Spielstätte unweit vom Ebertplatz. Theaterleiter und Regisseur Christos Nicopoulos beschreibt den Stoff aus der Feder von Autorin Katrin Wiegand als subtil politisch, klassisch philosophisch und zeitgemäß sozial, getragen von humoristischer Leichtigkeit.

Gott und Teufel als Team

„Gott hat ebenso den Teufel erschaffen. Beide sind im Laufe der Zeit in eine Koexistenz getreten. Sie bilden quasi ein Team, ein Unternehmen, bei dem der Eine nicht ohne den Anderen kann.“ Man wolle jedoch keinesfalls den religiösen Glauben verspotten, sondern die Menschen in ihrer Tragik und Komik beleuchten. „Wir werden das Stück der Kirche zum Besuch vorschlagen und würden uns über Gäste aus den verschiedenen Gemeinden freuen. Es ist wichtig, in diesen Krisenzeiten das Lachen nicht zu verlernen“, so der Träger des Kölner Ehrentheaterpreises von 2025 über das paradiesische Stück.

Eine der Hauptdarstellerinnen, Signe Zurmühlen, sieht in dem Werk eine tiefsinnige Komödie mit unerwarteten Szenen: „Das hat schon etwas von Paartherapie. Dabei spielt auch Sexualität eine Rolle. Im Endeffekt sind es aber nicht unbedingt die Menschen, die sich für ihre Handlungen genieren, sondern Gott selbst schämt sich für seine Schöpfungen. Die Inszenierung wird ein herrlich absurdes Kammerspiel, das über 90 Minuten wunderbar unterhält“, berichtet Zurmühlen, die auch als Sprecherin in TV- und Kinoproduktionen sowie für Radio- und Hörspielformate tätig ist. Der Apfel gilt übrigens seit Langem als Lieblingsobst der Deutschen (Quelle: de.statista.com).


„Der Apfel“, eine Komödie von Katrin Wiegand, Horizont Theater, Thürmchenswall 25, 50668 Köln, Regie: Christos Nicopoulos, Mit: Signe Zurmühlen, Anna Casters, Georg Lenzen, Pascal Scurk, Tobias Teuwsen, Spieltermine: 28. Oktober 20 Uhr (Premiere), 29. Oktober 20 Uhr, 04. + 26. November, 20 Uhr, 06. + 10. Dezember 20 Uhr, 31. Dezember 18 + 21 Uhr, Eintritt: 20 Euro (ermäßigt 15 Euro), Kartentelefon: 0221/131604, www.horizont-theater.de