Mehr als 60 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 21 Jahren waren der Einladung zum Projekt „Meine Bilder, meine Träume“ in die Räumlichkeiten der Alten Feuerwache gefolgt. Während der ersten Herbstferienwoche bestanden für die Teilnehmenden Gestaltungsmöglichkeiten mittels Acryl- sowie Sprayfarben, Textilien, Holzmaterialien, Fotokameras, Ton oder Klangaufnahmen. Im Zuge mehrerer Workshops entstanden dabei unter der Anleitung professioneller Künstler, Handwerker sowie Kultur- und Medienpädagogen zahlreiche Bildnisse, Figuren, Audiowerke, ein Schattentheater und Kurz-Trickfilme.
Die Finanzierung der kreativen Freizeitofferte erfolgte durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Das Programm wurde durch Rap-Auftritte, Tanzpräsentationen und Textvorträge auf einer „Vielfaltbühne“ ergänzt. „Die Kinder und Jugendlichen sollten zeigen, was sie in ihrem Leben bewegt, was sie sich wünschen und was ihnen Hoffnung macht“, erläuterte Danjana Kuhlmann vom Bereich Kinder und Familien der Alten Feuerwache Köln das Konzept der mehrtägigen kostenfreien Veranstaltung.
Fantasievolle Kinderwelten: Junge Künstler zeigen Achterbahnen, Rutschstädte und Axolotl
Die Ausstellung demonstrierte eindrucksvoll das fantastische Spektrum der jungen Kunstschaffenden. So schuf Aryaa (9 Jahre) aus Pappe und Draht eine „Weltachterbahn“, die auf ihrer Fahrt verschiedene Planeten miteinander verbindet. Eine „Röhrenstadt“ mit Rutschmöglichkeiten durch die gesamte Metropole wurde von Kaisa, 11, erfunden. Neben mehr Raum zum Spielen standen vor allem bei den Kindern Tiere hoch im Kurs: „Ich finde den Axolotl toll. Der lebt in Mexiko, heißt auch Wasserdrache und kann im Dunkeln leuchten. Außerdem wachsen ihm die Glieder nach, wenn er sie verliert – sogar das Gehirn. Es gibt nichts, was ich nicht über ihn weiß“, berichtete Amphibien-Fan Eywa Marie selbstbewusst.
Die 10-Jährige formte ihre Lieblingskreatur detailgetreu aus Ton und sorgte mit der rosafarbenen Miniatur für einen der Höhepunkte im Rahmen der gut besuchten Vernissage. Den Anstoß zur Auseinandersetzung mit den scheuen Wesen, in deren Haut sie gerne einmal schlüpfen würde, hatte die Schülerin durch einen Bericht in der Schule erhalten.
Menschen, Orte und Haustiere wurden dagegen in der Fotowerkstatt beleuchtet: Die Motive zeigten das Veedel rund um den Ebertplatz aus den Augen von jungen Leuten. Hier offenbarten sich Gefühle wie Einsamkeit, Isolation oder Schutzlosigkeit. Weitere Themen der Werkschau waren Freundschaft, Familie, Frieden, Freiheit und Umweltbewusstsein.

