Kokain, Ecstasy, MarihuanaKölner Polizei findet kiloweise Drogen und scharfe Schusswaffe in Wohnung

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Drogen- und Waffenfund in der Kölner Südstadt

Drogen, mehrere zehntausend Euro Bargeld und eine Schusswaffe stellte die Polizei Köln sicher.

Polizeibeamte überwältigten in der Kölner Südstadt einen mutmaßlichen Drogenhändler und nahmen ihn fest. 

Kiloweise Drogen, Zehntausende Euro Bargeld, eine scharfe Waffe und ein festgenommener mutmaßlicher Drogenhändler: Das ist die Bilanz einer Wohnungsdurchsuchung am Mittwochabend (24. Mai) in der Kölner Südstadt.

Zivilfahnder der Kölner Polizei haben nach Hinweisen aus der Nachbarschaft die Wohnung eines 36-Jährigen gewaltsam geöffnet, diesen überwältigt und dabei „eine bunte Mischung“ verschiedenster Betäubungsmittel sichergestellt, wie Kriminaldirektor Dirk Schuster am Donnerstag berichtete. „So einen Drogenfund haben wir nicht jeden Tag.“

Kölner: Fahnder finden mehr als sieben Kilogramm Drogen

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um rund drei Kilogramm Ecstasy-Tabletten (etwa 6000 Stück), 1,8 Kilogramm Marihuana, mehr als ein Kilogramm Amphetamine, ein Kilogramm der Partydroge MDMA, 300 Gramm Kokain, und 150 Gramm Haschisch. Die Drogen hatte der Tatverdächtige in Schränken in seiner Wohnung und im Keller versteckt. Die Schusswaffe lag im Kleiderschrank. „Sie war nicht geladen, aber Waffe und Munition lagen nah beieinander“, sagte Schuster.

Am Mittwochnachmittag waren laut Polizei Hinweise aus der Nachbarschaft Hinweise eingegangen, wonach der 36-Jährige mit Drogen handele. Fahnder der Polizeiwache Innenstadt hätten daraufhin die Wohnung in der Siegfriedstraße observiert und immer wieder Menschen beobachtet, die kurz in die Wohnung des Tatverdächtigen gingen und kurz darauf wieder herauskamen, so Schuster. Bei Kontrollen hätten die Polizisten Drogen bei ihnen gefunden. Ein Richter erließ daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss.

So einen Drogenfund haben wir nicht jeden Tag.
Kriminaldirektor Dirk Schuster

Gegen 18.30 Uhr öffneten die Polizisten die Wohnungstür mit einer Ramme. „Es musste schnell gehen, damit der Verdächtige keine Beweismittel verschwinden lassen konnte“, sagte Schuster. Der 36-Jährige sei auf die Beamten losgegangen und habe Widerstand geleistet. Die Polizeikräfte konnten ihn überwältigen. Dabei wurde der Verdächtige leicht verletzt und erlitt eine Platzwunde am Kopf. Ein Arzt bescheinigte seine Haftfähigkeit und der Mann kam in Untersuchungshaft.

Der Verdächtige habe angegeben, die Waffe brauche er, „um sich vor anderen zu schützen“, sagte Schuster. Ansonsten hätte er keine weiteren Aussagen gemacht. „Der Mann hat vermutlich umfangreich Handel mit den Drogen betrieben und gut damit verdient.“ Bisher sei der Verdächtige lediglich mit „kleinen Eigentumsdelikten“ polizeilich in Erscheinung getreten, nicht aber im Zusammenhang mit Drogenhandel.

Nach den Worten von Schuster scheint der Tatverdächtige von „der Maßnahme überrascht gewesen zu sein“. Er sei allein in der Wohnung gewesen. Die Drogen waren an verschiedenen Orten in der Wohnung und im Keller in Tüten und Schraubgläsern verteilt gewesen, zum Teil schon in Konsumeinheiten verpackt.

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