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Wahlkampf
Erdogan-Plakate in der Kölner Keupstraße polarisieren

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Plakate, die Erdogan zeigen, hängen in der Mülheimer Keupstraße.

Köln – Hatte Recep Tayyip Erdoğan zuletzt mit seinen „Wahlempfehlungen“ zur Bundestagswahl provoziert, sorgt nun die Partei „Allianz Deutscher Demokraten“ (ADD) dafür, dass der türkische Präsident auch mit seinem Konterfei im Wahlkampf präsent ist.

Die ADD hat unter anderem in der Mülheimer Keupstraße Plakate mit Erdoğan aufgehängt.

SPD-Kandidat Lauterbach reagiert wütend

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Auf Türkisch werden die Wähler aufgerufen, mit der Zweitstimme Parteien zu wählen, die der Türkei verbunden sind: „Gebt ihnen Eure Stimme, lasst uns sie groß machen.“

Mülheims SPD-Kandidat Karl Lauterbach, der nun mit Erdoğan am selben Laternenmast hängt, reagiert sauer. „Ich weiß nicht, was das soll“, sagt er dem „Express“.

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In Mülheim hängen etliche Plakate mit Wahlwerbung für die ADD – mit Erdogans Konterfei. Karl Lauterbach von der SPD, dessen Plakate teilweise am selben Laternenmast hängen, ist sauer.

Mit ihrer Wahlwerbung verstößt die ADD gegen kein Gesetz, trägt aber wohl zur weiteren Polarisierung in der türkeistämmigen Community bei. Die Vorsitzende der IG Keupstraße, Meral Sahin, zeigte sich überrascht über die Plakate.

Sie glaube nicht, dass Erdoğans Empfehlung, SPD, CDU und Grüne zu boykottieren, spürbare Folgen hätten. Alle seien sensibilisiert, weil die Gefahr drohe, dass die rechtspopulistische AfD zu stark werde. „Die meisten wollen wählen.“

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