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Kölner Platanen mit braunen BlätternKühle und feuchte Witterung begünstigt Blattnervenkrankheit

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Die Platanen am Rheinufer zwischen Schokoladenmuseum und Deutzer Brücke haben vermehrt braune Blätter.

Die Platanen am Rheinufer zwischen Schokoladenmuseum und Deutzer Brücke haben vermehrt braune Blätter. 

Bürger sind beunruhigt, die Stadt erwartet aber keine bleibenden Schäden – Diskussion zum Thema Bäume beim zweiten Live-Talk des „Kölner Stadt-Anzeiger“. 

Bei einem Spaziergang am Rheinufer zwischen Schokolademuseum und Hohenzollernbrücke begegnen Spaziergänger aktuell einem ungewöhnlichen Hauch von Herbst: Viele Platanen haben deutlich gebräunte Blätter. Die Bäume haben allerdings nicht den Sommer übersprungen, sondern leiden an einer Blattnervenkrankheit, genannt Blattbräune oder Apiognomonia-Blattbräune. Das teilt die Stadt Köln mit, da Platanen im gesamten Stadtgebiet aktuell vermehrt trockene Blätter aufweisen und dazu bereits einige Bürgeranfragen eingegangen sind.   

„Außerdem können sehr wenig belaubte Baumkronen, an den Blättern braune, zackenartig begrenzte Flecken entlang der Blattnerven und welk herunterhängende Triebe festgestellt werden“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Blattbräune werde durch den Pilz „Apiognomonia veneta“ hervorgerufen. Begünstigt durch eine eher kühle und feuchte Witterung trete die Krankheit verstärkt auf.

Der Pilz wandere über Knospen, Blattnarben und kleinere Ästchen in den Endtrieb ein. Die Folge sei eine plötzliche Welke der bereits ausgetriebenen Blätter. „Wenn auch manche Platane dadurch kein ansehnliches Bild abgibt, wird der Schaden durch den Blattverlust im Laufe des Sommers in der Regel durch einen Neuaustrieb kompensiert, so dass keine nachhaltigen Schäden zu erwarten sind“, teilt die Stadt mit.

Live-Talk „100 Ideen für Köln“: Wie viele Bäume braucht die Stadt der Zukunft?

Rund 81.000 Straßenbäume stehen in Köln, Tendenz laut Stadt leicht steigend. Auch der Wald auf Kölner Stadtgebiet wird größer, rund 120 Hektar seien in den vergangenen zehn Jahren dazugekommen, sagt Michael Hundt, der Leiter der städtischen Forstverwaltung. Reicht das? Oder braucht Köln mehr Bäume, um gut gerüstet zu sein für eine wärmer werdende Zukunft? Welche Bäume können dem Klimawandel trotzen? Und wie retten wir unseren Wald?   

Unter anderem darüber wollen wir bei unserem zweiten Live-Talk „100 Ideen für Köln“ sprechen. Auf dem Podium im Neven-Dumont-Haus ist Michael Hundt zu Gast, außerdem Melanie Ihlenfeld, die Leiterin des Kölner Grünflächenamtes, und der Moderator und Journalist Jürgen Domian. Er hatte im vergangenen Jahr im „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Rahmen der Serie „100 Ideen für Köln“ vorgeschlagen, 50 Kirschbäume vor der Kölner Oper zu pflanzen.  

Tickets für den Talk kosten fünf Euro, die Einnahmen gehen an das große Baumpflanz-Projekt „10.000 Bäume für Köln“. Die Setzlinge werden am 14. November, dem 150. Geburtstag des „Kölner Stadt-Anzeiger“, auf einem künftigen Waldgrundstück in Köln gepflanzt. Wer über sein Live-Talk-Ticket hinaus für Setzlinge spenden möchte, hat hier die Möglichkeit dazu: ksta.de/zehntausend.

Der Live-Talk „100 Ideen für Köln“ zum Thema „Wie viele Bäume braucht die Stadt der Zukunft“ findet am 24. Juni um 18.30 Uhr in der Workstage des Kölner Stadt-Anzeiger, Amsterdamer Straße 192, statt. Der Einlass startet um 18 Uhr. Es moderieren Susanne Rohlfing und Julia Hahn-Klose aus dem Kommunalpolitik-Team der Kölner Lokalredaktion. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Sparkasse Köln-Bonn statt.

Zu den Tickets: rausgegangen.de