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Streik an Kölner UniklinikAn diesem Punkt scheitern die Verhandlungen bislang

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Der Streik an den sechs Unikliniken in NRW geht weiter.

Köln – Die Tarifverhandlungen an den Unikliniken gehen weiter. In der vergangenen Woche sind die Kliniken und die Gewerkschaft Verdi offenbar in einigen Punkten aufeinander zugegangen, etwa bei den Personaluntergrenzen in unterschiedlichen Bereichen. Vieles läuft in den Verhandlungen offenbar auf die Frage hinaus, ob Verdi das „Modell Belastungssteuerung“ durchgesetzt bekommt. Das „Modell Belastungssteuerung“ bedeutet einen Mechanismus, in dem außergewöhnliche Belastungssituationen in der Pflege mit Entlastungen in Form von freien Tagen belohnt werden.

„Die Arbeitgeber wollen diesen Mechanismus raus haben“, sagte die Intensivpflegerin Anuschka Mucha dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Dienstag. Dabei sei das Modell das „Herzstück“ des Tarifvertrags Entlastung – weil es die Kliniken zwinge, die versprochenen Bedingungen tatsächlich herzustellen. Als Alternative sind offenbar fünf zusätzliche Urlaubstage pro Jahr auf dem Tisch. Aus Sicht der Gewerkschaft dient dieser Vorschlag jedoch nicht dem Ziel, eine nachhaltige Struktur zu schaffen.

Kölner Uniklinik: „Es laufen intensive und ernsthafte Gespräche“

Die Kliniken halten sich mit Blick auf den Stand der Verhandlungen weiterhin bedeckt. „Es laufen intensive und ernsthafte Gespräche mit der Gewerkschaft in eng getakteten Terminen“, sagte Timo Mügge, Sprecher der Kölner Uniklinik, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch. „Wir konzentrieren uns daher auch in den kommenden Tagen darauf, dass diese lösungsorientiert fortgesetzt werden“, so Mügge weiter.

Die Tarifverhandlungen gestalten sich aus unterschiedlichen Gründen äußerst kompliziert. Zum einen sind die sechs Unikliniken als Landesinstitution für die Verhandlungen de facto abhängig von politischen Zusagen der neu gebildeten Landesregierung. Diese hält sich jedoch zurück und verweist auf die Tarifautonomie der Verhandlungspartner. Mit dem Gesundheits-, Wissenschafts- und Finanzministerium sind gleich drei Ressorts unmittelbar involviert.

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Zudem gibt es in den Kliniken die Sorge, der Streik könne sich bis weit in die Sommerferien hinein ziehen, in denen ohnehin viele Mitarbeitende im Urlaub sind – und die Besetzung knapp ist. Auch besteht die Angst vor einer mittelfristig schlechteren Versorgung der Patientinnen und Patienten, wenn die Personaldecke durch insgesamt kürzere Arbeitszeiten vorerst dünner wird. Auf der anderen Seite fürchten die streikenden Pflegerinnen und Pfleger, dass entscheidende Veränderungen langfristig ausbleiben werden, man wenn nach einem – bislang – 56-tägigen Streik ohne spürbare Fortschritte dastehen sollte. „Der Druck ist auf beiden Seiten extrem groß“, sagt Anuschka Mucha.