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Kommentar zum geplanten Attentat in HagenDeutsche Geheimdienste waren blind

2 min
Hagen abgeführt

In Hagen wird ein verdächtiger Islamist abgeführt.

In Hagen ist es den Sicherheitsbehörden möglicherweise gelungen, einen antisemitischen Anschlag auf die Synagoge zu vereiteln. Ein Attentat am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hätte viele Opfer fordern können. Glücklicherweise erhielt die Polizei einen klaren Hinweis auf den Anschlagsplan. Ein ausländischer Geheimdienst hatte die Ankündigung der Bluttat im Chat eines 16-Jährigen mitgelesen und den deutschen Kollegen einen Tipp gegeben.

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In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass Hinweise von ausländischen Diensten Anschläge in Deutschland verhindert haben. CIA und Mossad suchen die digitale Kommunikation weltweit nach verdächtigen Mitteilungen ab, ohne dass ihnen Datenschützer dabei die rote Karte zeigen.

Bürgerrechte sind hohes Gut

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben ein deutlich eingeschränkteres Sichtfeld - und das aus guten Gründen. Auch die Gefahr von Anschlägen darf nicht dazu führen, dass der Staat seine Bürger anlasslos wie potenzielle Attentäter behandelt und die Bürgerrechte außer Kraft setzt.

Mehr Prävention an Brennpunktschulen

Die liberale Gesellschaft bietet Extremisten viele offene Flanken. Umso wichtiger ist es, dass der Staat dort konsequent gegen den Antisemitismus vorgeht, wo er offen Tage zu tritt. So müssen Schulen mit einem hohen Anteil von arabisch-stämmigen Jugendlichen noch gezielter in den Blick genommen werden. Der mutmaßliche Anschlagsplaner von Hagen war erst 16 Jahre alt. Das zeigt, dass die Präventionsarbeit nicht früh genug beginnen kann.