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Nach Unfällen am StadtwaldgürtelNeue Ampel soll Sicherheit von Fußgängern erhöhen

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Die Überquerung des Stadtwaldgürtels in Höhe Rautenstrauchkanal soll durch ein modernes Ampelsystem sicherer werden

Köln-Lindenthal – Eine neue Ampelanlage auf dem Stadtwaldgürtel in Höhe des Rautenstrauchkanal soll den Verkehrsfluss fördern und gleichzeitig das Gefahrenpotential im Zuge einer Querung vermindern.

Barrierefreie Nutzung

Das High-Tech-System ist an den Verkehrsrechner der Stadt Köln angeschlossen und reagiert auf die jeweilige Verkehrsdichte. So passt sich die Anlage vor Schulbeginn auf ein erhöhtes Fuß- sowie Radaufkommen ein und verlängert die Grünzeiten. Dabei stehen bis zu 50 Sekunden für die Querung zur Verfügung. Darüber hinaus erlaubt die Schaltung bei Näherung einer KVB-Bahn nur ein beschränktes Betreten des Areals, um Gedränge zwischen Gleisen und Straße zu vermeiden. Die Erfassung des Fußverkehrs erfolgt über Videokameras, die das Wärmeprofil des Wartebereichs überwachen. Taktile Leitelemente im Boden, akustische Signale und Bordsteinabsenkungen erfüllen die Anforderungen für eine barrierefreie Nutzung, beispielsweise von Menschen mit Seh- oder Gehbehinderungen. Angebrachte Radar-Sensoren erfordern keine Berührung der Objekte mehr.

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Die Modernisierungskosten betrugen 250 000 Euro

Durch die Umleitung des Radverkehrs Richtung Dürener Straße auf die Fahrbahn steht den Fußgängern auf der Westseite des Terrains zudem mehr Platz zur Verfügung. Die Modernisierungskosten betrugen 250000 Euro. Das System ist auch an anderen Stellen im Einsatz, etwa auf der Aachener Straße in Höhe Melatenfriedhof oder am Zoo, im Bereich der Haltestelle „Zoo/Flora“. Alle Ampelanlagen, die im Kölner Netz erneuert werden müssen, sollen demnach mit neuester Technik ausgestattet werden. In der Vergangenheit war es auf dem Stadtwaldgürtel zu schweren Unfällen von Fahrradfahrern gekommen.  

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