Zum JubiläumAuf diese Aktionen können sich Kölner und Kölnerinnen im Sommer im Stadionbad freuen

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Ein Mann springt vom 10-Meter-Turm ins Wasser.

Die Freibadsaison beginnt in wenigen Tagen. Das Stadionbad in Müngersdorf startet erstmal mit einem flexiblen Betrieb.

100 Jahre gibt es das Stadionbad in Müngersdorf nun schon. Passend zum Jubiläum finden  im Sommer zahlreiche Aktionen statt.

Auch wenn das Wetter noch keine rechte Vorfreude aufkommen lässt: Am kommenden Samstag (13. Mai) starten die Köln-Bäder ihre Freibadsaison.

Geöffnet werden dann die Freibäder in Höhenberg, Ossendorf sowie im Lentpark. Für die Bäder in Zollstock, Zündorf, Vingst und das Stadionbad in Müngersdorf gilt vorerst ein flexibler Betrieb – wann geöffnet wird, zeigt ein Ampelsystem auf der Köln-Bäder-Website an. In den Sommerferien sind alle sieben Freibäder regelmäßig in Betrieb.

Jubiläum: 100 Jahre Kölner Stadionbad

Für das Müngersdorfer Stadionbad wird es eine besondere Saison werden. Seit 100 Jahren existiert die Anlage neben dem Stadion nun. Nicht viele Bäder in Deutschland seien so alt geworden, sagt Köln-Bäder-Geschäftsführerin Claudia Heckmann am Donnerstag bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms.

Das besteht unter anderem aus einem Kindersportfest am 3. Juni, einem „Spiel & Spaß“-Event am 17. Juni und am 26. und 27. August, einem Turmspringer-Wettbewerb mit Springern der „Cologne Bombs“ und weiteren Teilnehmern, die sich mit einem Video bewerben können. Ab kommenden Samstag können zudem 100 Tage lang elektronische Tickets für 100 Euro gekauft werden, die mit einem 15-prozentigen Rabatt auf reguläre Einzeleintrittspreise in den Freibädern verbunden sind.

„Die Saison wird planmäßig bis zum 11. September gehen“, so Marc Riemann, Leiter des Geschäftsbereichs Bäderbetriebsmanagement. Personell seien die Köln-Bäder gut ausgestattet, ein „Speeddating“ brachte 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die erhöhten Krankenstände während der Pandemie haben sich inzwischen normalisiert. Die Eintrittspreise bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Energiekosten spielten jedoch eine Rolle, so Riemann. Die Grundtemperatur im Stadionbad etwa beträgt frische 21 Grad. Bei Sonne erhitzten sich die Edelstahlbecken jedoch schnell.

Stadionbad Müngersdorf: Eröffnung im Jahr 1923

1923 wurde das Stadionbad als Teil des Sportparks Müngersdorf eröffnet, dazu kam ein drei Hektar großes „Luft- und Sonnenbad“ mit malerischem Baumbestand. Umkleideräume und sanitäre Anlagen waren spartanisch, Inflation, mangelndes Baumaterial und die Ausrichtung des Bads auf Sportschwimmer machten sich bei der Ausstattung bemerkbar. Außer dem 100 mal 25 Meter großen Becken gab es ein Nichtschwimmerbecken, ein Sprungbecken und einen Zehn-Meter-Sprungturm.

Das Stadionbad wurde ein Publikumsmagnet. Als der Kölner Schwimmverein Rhenus bereits eine Woche vor der offiziellen Eröffnung des Sportparks Schwimmwettkämpfe durchführte, kamen am ersten Tag 12.000 Besucher, am zweiten 15.000.  Die Geschlechtertrennung wurde 1934 aufgehoben und bedeutete einen weiteren Popularitätsschub: Wurden 1934 noch 100.000 Badegäste gezählt, waren es zwei Jahre später 250.000 Gäste. So viele sind es auch heute noch in guten Sommern.

Allerdings geht es nicht mehr so spartanisch zu wie einst: Im Zuge einer Rundum-Sanierung wurden vor einigen Jahren nicht nur neue Becken gebaut, sondern auch ein Hallenbad und eine Saunalandschaft. Der Charme der Anlage jedoch ist unverändert geblieben.

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