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Ehrenvorsitzender des Rom e.V.Roma-Aktivist Kurt Holl gestorben

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Bild mit Gorilla und Molotowcocktail. Kurt Holl galt als rechte Hand von APO-Führer Rudi Dutschke in Köln.

Köln – Der Menschenrechtler und Roma-Aktivist Kurt Holl ist tot. Er starb am 10. Dezember mit 77 Jahren in Köln. 1986 gründete er mit anderen Engagierten die Roma-Initiative, 1987 den Verein Rom e.V., in dessen Vorstand er bis zu seinem Tode - zuletzt als Ehrenvorsitzender - aktiv war.

Vom Lehrer mit Berufsverbot und Oppositionellen der politischen Landschaft in Köln wurde Kurt Holl zum anerkannten Experten für Fragen zur Integration von Roma-Migranten in Deutschland und schließlich auch dafür geehrt: 2007 wurde ihm der Rheinlandtaler verliehen.

Er erreichte unter anderem die Wiedergutmachung für Sinti, Bleiberecht für viele Roma und kämpfte mit ihnen für gesellschaftliche Teilhabe, Chancengleichheit und Integration.

Zusammen mit Hedwig Neven DuMont, die mit „wir helfen“ unter anderem auch die Arbeit des Rom e.V. stark unterstützt, erhielt er 2011 die alternative Ehrenbürgerschaft Kölns. (IsP)