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Mobilitätswende mit kleinen Schönheitsfehlern

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Alle zehn Minuten fährt die Linie 16 seit September.

Sürth – Leere Bahnsteige, freie Platzwahl, kaum Verspätungen: seit September fährt die Linie 16 zwischen Köln und Bonn alle 10 Minuten. Über ein Jahr haben die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die Bonner Stadtwerke (SWB) die Städte Köln, Bonn, Wesseling und Bornheim gebraucht, um sich auf eine dichtere Taktung auf der hochfrequentierten Stadtbahnlinie 16 zu einigen. Statt bislang alle 20 Minuten kommt sie jetzt im 10 Minuten Takt. Außerdem gibt es einen 30-Minuten-Takt an Sonn- und Feiertagen. Auch für Nachtschwärmer ist die Linie 16 jetzt eine echte Alternative, denn der stündliche Nachtverkehr zwischen Köln und Wesseling wurde bis zum Bonner Hauptbahnhof verlängert. Die Fahrgäste in Sürth sind zufrieden, ein Blick auf die digitalen Anzeigetafeln zaubert vielen auch in den frühen Morgenstunden ein Lächeln ins Gesicht. „Das ist Luxus pur“, freut sich Hans S., der täglich mit der 16 nach Bonn fährt. Andere kritisieren allerdings die aktuelle Parkplatzsituation am Sürther Bahnhof: „Jetzt fährt die Bahn zwar häufiger, dafür ist der Parkplatz nur von 6 bis 22 Uhr geöffnet, was für eine Fehlplanung“, sagt Lena M. aus Weiß.

Kopfschütteln unter den Berufspendlern gibt es auch darüber, dass es in den südlichen Stadtteilen weit und breit keine KVB-Leihräder gibt. Weshalb man in einer Millionenstadt wie Köln es nicht schafft, das Fahrradleihsystem auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten, das stößt auf Unverständnis. Von der Mobilitätswende sei Köln noch weit entfernt. (swo)

Lena M.