Auf der Piccoloministraße in Köln-Holweide wurde eine neue Geschwindigkeitsmessanlage installiert. Sie soll die Verkehrssicherheit erhöhen.
Erhöhte VerkehrssicherheitNeue Geschwindigkeitsmessanlage misst Tempo in Köln-Holweide

Eine neue Geschwindigkeitsmessanlage wurde auf der Piccoloministraße in Köln-Holweide installiert. (Archivbild)
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Auf der Piccoloministraße in Köln-Holweide wurde eine neue Geschwindigkeitsmessanlage installiert. Die Straße ist viel befahren und gilt als beliebte Straße für Raserinnen und Raser, obwohl an dem Abschnitt nur 30 km/h zugelassen sind. Die Messanlage zeigt nun an, wie viel die Menschen fahren. Bei der passenden Geschwindigkeit leuchtet ein grüner Smiley entgegen. Mit der Maßnahme, die der Förderverein Holweide e. V. in Abstimmung mit der Stadt Köln aufgestellt hat, soll die Verkehrssicherheit in dem stark befahrenen Abschnitt nachhaltig erhöht werden.
Geschwindigkeitsmessanlage auf Piccoloministraße in Holweide angebracht
Die Anlage wurde über einen Zeitraum von zwei Monaten in einem Verkehrsversuch getestet und habe bereits jetzt messbar positive Ergebnisse. Dabei wurde die Geschwindigkeitsanzeige abwechselnd ein- und ausgeschaltet, während die Messanlage alle Fahrzeuge kontinuierlich erfasste und registrierte. Das Ergebnis ist eindeutig: Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge verringerte sich um rund 10 km/h, sobald die Anzeige aktiv war. Damit bestätige sich, dass die sichtbare Rückmeldung an die Verkehrsteilnehmer unmittelbar zu einem vorsichtigeren Fahrverhalten führt, teilt der Förderverein mit.
Besorgniserregend sei aber zugleich auch ein weiterer Befund des Versuchs. Demnach wurden in den Nachtstunden Geschwindigkeitsrekorde von bis zu 100 km/h gemessen, also deutlich über der zulässigen Geschwindigkeit von 30 km/h. Das stelle ein erhebliches Risiko für die Anwohnerinnen und Anwohner dar.
Messungen zeigen, dass teils 100 km/h gefahren wird
„Die Ergebnisse zeigen klar, wie wichtig diese Anlage für die Sicherheit im Stadtteil ist“, sagt Hans‑Werner Bartsch, Vorsitzender des Fördervereins Holweide. „Wir reagieren damit auf konkrete Gefährdungen und schaffen ein Instrument, das nachweislich wirkt. Die Reduktion der Geschwindigkeit um 10 km/h ist ein deutlicher Erfolg für diesen Bereich.“
Der Förderverein kündigt an, die Messdaten weiterhin auszuwerten und gemeinsam mit der Stadt Köln zu prüfen, ob zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind. Die Maßnahme wurde vollständig durch den Förderverein organisiert und auch mit Mitteln der Sparkasse Köln-Bonn finanziert.
