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Nach DiebstahlMülheimer Märchenbrunnen soll neue Figuren aus Naturstein bekommen

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Blick auf einen Brunnen in einer Parkanlage

Erfreuliche Neuigkeiten in Mülheim: Der Märchenbrunnen bekommt neue Figuren.

Die Mülheimer Politiker haben beschlossen, dass die gestohlenen Figuren des Märchenbrunnens durch Nachbildungen in Naturstein ersetzt werden.

Der Märchenbrunnen am Stadtgarten Mülheim soll künftig wieder die Tierfiguren auf Sockeln im unteren Bassin bekommen. Das hat die Bezirksvertretung Mülheim in ihrer jüngsten Sitzung Anfang Dezember beschlossen. Schildkröte, Echse, Seehund und Fischotter waren im Oktober 2023 gestohlen worden. Die bronzenen Figuren waren wegen Sanierungsarbeiten am Brunnen in einem Container eingelagert. Dieser wurde aufgebrochen und die Figuren gestohlen. Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet.

Nun hat die Bezirksvertretung Mülheim nach einer Beschlussvorlage der Verwaltung beschlossen, „dass die gestohlenen Figuren des Märchenbrunnens durch Nachbildungen in Naturstein (Mendiger Basalt) mit Kosten von rund 34.500 Euro brutto (33.000 Euro zuzüglich rund 1.500 Euro Honorarkosten) ersetzt werden“.

Köln-Mülheim: Figuren am Märchenbrunnen wurden 2023 gestohlen

Eine stadtinterne Abstimmung über die Frage, in welcher Form und mit welchem Material die Figuren ersetzt werden können, habe das Ziel, die Tierfiguren im Aussehen möglichst den Originalfiguren nachzubilden, soweit dies auf der Grundlage von Fotos möglich ist. Als mögliches Material kamen Bronze, Naturstein oder metallbeschichtete Kunststoffe infrage. Die Kosten für eine Ausführung in Bronze seien ermittelt worden, liegen aber zu hoch und seien aktuell nicht finanzierbar. 

Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt einen Brunnen mit Tierfiguren, die im großen Wasserbecken auf Podesten platziert sind.

So sah der Märchenbrunnen in den 1920er Jahren aus.

Es liege ein Angebot für die Ausführung in Naturstein vor, welches je nach Stein zwischen 33.000 Euro und 42.000 Euro brutto liegt. Das Angebot beinhaltet die Lieferung und Montage vor Ort. Die Wilhelm H. Pickartz-Stiftung hat bei einer Ausführung in Stein mit Mendiger Basalt eine Kostenübernahme in Höhe von 33.000 Euro zugesichert. Diese zweckgebundene Schenkung soll die Verwaltung nach Beschluss annehmen.

Märchenbrunnen-Figuren sollen aus Sandstein nachgebildet werden

Beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen könnten im Hinblick auf die neue Bewirtschaftungsverfügung zum städtischen Haushalt 2025/2026 im Falle einer über die Stiftung hinausgehenden Kostenbelastung keine Mittel mehr zu diesem Zweck freigesetzt werden. Deshalb sei die 100-prozentige Übernahme der Stiftung aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen eine Voraussetzung zur Finanzierung der Wiederherstellung der Figuren.

„Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung eine Ausführung in Stein vor, da die Figuren aufgrund des Eigengewichtes vor Diebstahl geschützt sind und eventuelle Vandalismusschäden gut bearbeitet werden können“, heißt es in dem Beschluss.