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Traditionswerkstatt in KölnReifen Gabel ist jetzt an einem neuen Standort

Das Kfz-Unternehmen Reifen Gabel GmbH ist seit 40 Jahren in Mülheim ansässig. Nun ist es in eine neue Halle in die Romaneystraße gezogen.

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Vater und Sohn Berg stehen vor Reifen-Regalen.

Thorsten und Tom Berg (v.l.) führen das Familienunternehmen Reifen Gabel, das nach 40 Jahren seinen umziehen musste.

40 Jahre lang war die Reifen Gabel GmbH am Clevischen Ring in Köln-Mülheim beheimatet und hat Kundinnen und Kunden zunächst mit Autoreifen versorgt. Nach und nach kamen alle anderen Dienstleistungen rund ums Auto dazu. Jetzt ist das Familienunternehmen in die Romaneystraße wenige Kilometer weiter gezogen. Grund dafür ist, dass die Stadt Köln vor gut fünf Jahren den Parkplatz am Clevischen Ring gekündigt hatte, um dort ein Wohnheim zu bauen.

„Das war für uns ein riesiger Schock“, erzählt Geschäftsführer Thorsten Berg, „wir waren immer am Clevischen Ring, da gehörten wir hin und wir sollten dann plötzlich weg, die Nachricht war mit unglaublichen Existenzängsten verbunden. Wir wussten nicht, wie es weitergehen soll.“ Die Gespräche mit der Stadt seien immer wieder hin und her gegangen und es sei ein schwieriger Prozess gewesen, zu entscheiden, wie die Zukunft der Firma aussehen sollte.

Zwei Männer sitzen nebeneinander hinter einem Empfangstresen.

Der Empfang der Firma Reifen Gabel ist jetzt hell und großzügig am neuen Standort in  Mülheim.

„Wir hatten auch überlegt, ob wir mieten, aber das ist in Köln extrem schwierig“, sagt Berg, „im Endeffekt haben wir von der Wirtschaftsförderung das Grundstück vermittelt bekommen und beschbeschlossen, neu zu bauen.“ Die Wirtschaftsförderung habe auch Grundstücke in anderen Stadtteilen vorgeschlagen, doch es sei klar gewesen, dass Reifen Gabel in Mülheim bleiben soll. „Ich bin ein Müllemer Jung, unsere Kunden sind hier, wir wollen hier nicht weg“, sagt der Geschäftsführer klar.

Köln-Mülheim: Reifen Gabel ist nach 40 Jahren am neuen Ort

Und so ist das Traditionsunternehmen nun auf einem rund 2800 Quadratmeter großen Grundstück zu finden. Anfang Oktober war der Einzug. Neben einer großen Werkstatt mit neuesten Geräten, der Möglichkeit, Sprinter und Bullis zu reparieren, und eigenem Raum zur Tüv‑Prüfung gibt es eine riesige Lagerhalle, in der sich die Reifen türmen, einen gemütlichen Empfangsbereich und Gemeinschaftsräume. Zudem ist das Firmengebäude komplett gedämmt und mit PV-Anlage, Wärmepumpe und Klimaanlage wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt. „Wir haben gesagt, wenn wir bauen, dann richtig“, sagt Thorsten Berg, „jetzt haben wir mehr Arbeitsplätze und einen deutlich höheren Standard.“

Eine Halle ist zu sehen, davor stehen Autos.

Das KFZ-Unternehmen Reifen Gabel GmbH ist jetzt an der Romaneystraße zu finden.

19 Mitarbeiter hat Reifen Gabel mittlerweile. Als Thorsten Berg das Unternehmen vor 35 Jahren von seinen Eltern übernahm, waren es fünf. Seitdem sei die Firma stetig gewachsen und habe sich immer wieder verändert. Während es früher ein reiner Reifenhandel war, ist es mittlerweile primär eine Kfz‑Werkstatt. „Veränderung gehört dazu und ist wichtig“, sagt Berg, „aber wir sind immer ein Mülheimer Familienunternehmen geblieben.“

Und so scheint es nur folgerichtig, dass seit diesem Jahr auch Thorsten Bergs Sohn Tom mit in die Geschäftsführung eingestiegen ist, obwohl sein Vater dem 21-Jährigen davon abgeraten hatte. „Ich meinte, ob er nach der Ausbildung nicht erstmal die Welt sehen will“, erzählt Thorsten Berg. Doch Tom Berg sei sich sicher: „Ich möchte die Familientradition weiterführen“, sagt der neue Geschäftsführer.

Vater und Sohn führen die Kfz-Werkstatt gemeinsam

Ab Januar macht er deshalb nach Ausbildung und Manager-Lehrgang noch den Meister. „Es ist nicht nur ein Job, ich finde es super, dass die Kunden rein reinkommenwir ihre Probleme lösen“, sagt der 21-Jährige überzeugt. Zudem mag er die Herausforderung und die Verantwortung – für die Kundinnen und Kunden, das Unternehmen, aber auch die Angestellten. „Ich möchte sichere, schöne Arbeitsplätze schaffen für jeden, egal wo er herkommt“, sagt Tom Berg, „und genau so ist es bei unseren Kunden: Wir behandeln alle gleich, nehmen uns Zeit für jeden. Egal, welches Auto du fährst und welche Art Mensch du bist.“

Die Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn klappe gut. „Wir sind ein gutes Team“, sagt Thorsten Berg. „Wir reden natürlich zu Hause dauernd über die Firma“, ergänzt sein Sohn. „Wir planen dauernd und überlegen, was als Nächstes kommt.“ Raum zur Entwicklung solle immer bestehen. So wolle das Unternehmen etwa künftig Schulungen fürs Team und Externe anbieten und auch das Gebäude sei statisch schon so gebaut, dass es jederzeit vergrößert werden kann.