Auf Einladung von KölnBusiness, Bürgeramt und Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz trafen sich lokale Unternehmer zu Austausch und Vernetzung.
WirtschaftsdialogPolizist klärt in Mülheim über Cyberkriminalität auf

Polizist Eric Dieden informiert über Cyberkriminalität.
Copyright: Rika Kulschewski
„Größe und Produkt des Unternehmens sind irrelevant“, sagt Polizist Eric Dielen klar und deutlich, „die Frage ist nicht, ob ein Schadensfall eintritt, sondern wann.“ Beim Mülheimer Wirtschaftsdialog spricht der Referent über das Thema Cyberkriminalität und appelliert mehrfach an die Mülheimer Unternehmerinnen und Unternehmer, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Präventionsmaßnahmen umzusetzen.
KölnBusiness, das Bürgeramt Mülheim und Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz hatten Ende Juni zum Mülheimer Wirtschaftsdialog in die Base in der Schanzenstraße eingeladen. Ortsansässige Unternehmerinnen und Unternehmer konnten dabei ins Gespräch kommen und aktuelle Entwicklungen im Stadtbezirk beleuchten.
Fokus der neunten Ausgabe der Veranstaltung war das Thema Cybersecurity, zu dem Eric Dieden vom Polizeipräsidium Köln sowie Lena Nienstedt von Digital Sicher NRW Impulse gaben. Klar wurde dabei vor allem, wie allgegenwärtig und wichtig das Thema ist. Rund 80 Prozent aller Unternehmen seien laut Branchenverband Bitkom von Cyberkriminalität betroffen, betonte Dieden. Und die Angriffe würden immer damit anfangen, dass eine Identität vorgetäuscht werde.
Beim Mülheimer Wirtschaftsdialog geht es um Sicherheit im Netz
„Das kann der Absender einer Mail sein, ein QR-Code, der woanders hinführt, als er vorgibt, oder ein Ladekabel, das eigentlich ein USB-Stick ist“, sagt Dieden. Der erste Schritt sollte deshalb immer sein, zu gucken, wer der Absender ist, beziehungsweise wo etwas herkommt. Die wichtigste Prävention sei deshalb die Verhaltensprävention: „Einen Großteil von Cybercrime kann im vorhinein verhindert werden“, erklärt Dieden, „das heißt, ich öffne keine unbekannten Mails, ich fotografiere QR-Codes immer, statt sie direkt zu scannen, ich bin mir bewusst, dass jedes Bewegtbild, das ich sehe, KI-generiert sein kann und ich es nicht erkenne, und ich mische nichts Privates mit Dienstlichem.“
Besonders kleinere und mittlere Unternehmen seien gefährdet, betonte auch Lena Nienstedt von Digital Sicher NRW. Grund dafür ist, dass diese meist weniger gut gegenüber Cyberkriminalität aufgestellt sind. Das Zentrum Digital Sicher NRW unterstütze deshalb eben genau diese Unternehmen, um sich besser aufzustellen.
Dass das auch die eingeladenen Unternehmerinnen und Unternehmer aus Mülheim betrifft, zeigte sich bei dem Wirtschaftsdialog sehr deutlich. So unterhielten sich einige von ihnen nach den Vorträgen noch angeregt über das Thema und äußerten, dass sie Verbesserungspotenzial bei sich sehen.
