Viele UnfälleAn Kölner Kreuzung verstoßen 60 Prozent gegen Verkehrsregeln – Blitzer aufgestellt

Lesezeit 2 Minuten
Mobile Radarblitzanlage, im Hintergrund sieht man einen weißen BMW

Ähnlich wie auf der Alfred-Schütte-Allee soll auch auf der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Dünnwalder Kommunalweg eine Blitzeranlage aufgestellt.

Seit 2017 ist es an der Kreuzung in Stammheim zu 53 Unfällen gekommen, einer davon endete tödlich. Nun wurde ein neuer Blitzer aufgestellt.

Nach zahlreichen – teils schweren – Unfällen richtet die Stadt auf der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Dünnwalder Kommunalweg in Stammheim eine kombinierte Messanlage ein, die sowohl Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch Rotlichtverstöße erfasst. Das teilte die Verwaltung am Donnerstag mit. Die Geschwindigkeits-Messanlage soll demnach noch in diesem Monat in Betrieb genommen werden.

Kreuzung Düsseldorfer Straße/Dünnwader Kommunalweg: Hier gab es einen Toten, vier Schwerverletzte, 22 Leichtverletzte

Seit 2017 haben sich nach Angaben der Stadt in dem Kreuzungsbereich 53 Verkehrsunfälle ereignet. Ein Mensch starb in Folge eines Unfalls, vier Menschen wurden schwer verletzt, 22 leicht. 27-mal seien als Unfallursache Geschwindigkeits- beziehungsweise Rotlichtverstöße ausgemacht worden. Radarmessungen des Ordnungsamtes ergaben zudem, dass auf der Düsseldorfer Straße in Fahrtrichtung Leverkusen in einem Messzeitraum von sieben Tagen bei 22 273 Durchfahrten 6526 Fahrzeuge zu schnell fuhren – das entspricht einer Verstoßquote von 29,3 Prozent.

Der Spitzenreiter wurde mit einer Geschwindigkeit von 172 Kilometern pro Stunde gemessen. In Fahrtrichtung Köln wurden im selben Zeitraum 28 297 Durchfahrten gemessen, hiervon fuhren 16 950 Fahrzeuge zu schnell – das entspricht einer Verstoßquote von 59,9 Prozent. Der unrühmliche Spitzenreiter in dieser Fahrtrichtung fuhr mit einer Geschwindigkeit von 179 Kilometern pro Stunde. Erlaubt ist an der Kreuzung lediglich eine Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde.

Kreuzung in Köln-Stammheim: 179 statt 70 Kilometer pro Stunde

„Durch die kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitskontrolle sollen sowohl diejenigen sanktioniert werden, die bei Rot über den Kreuzungsbereich fahren, als auch diejenigen, die bei Gelbsignal beschleunigen, um noch vor dem Umspringen auf Rot über die Kreuzung zu fahren“, teilte die Stadt nun mit. In beiden Fällen entstehe für die anderen Verkehrsteilnehmenden eine hohe Unfallgefahr. (red)

Nachtmodus
KStA abonnieren