Köln – Musiker Oliver Blum, als Solokünstler und mit den Blömcher unterwegs, hat mit einer Stammzellspende einem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance gegeben. 2018 ließ sich der Kölner bei einer Rettungsaktion für einen erkrankten Tanzoffizier bei der DKMS registrieren. Für ihn eine Selbstverständlichkeit, schließlich gehören Solidarität und Gemeinschaft ebenso zum Karneval wie singen, schunkeln oder bütze.
Seit dem Anfang der Pandemie im März hat sich auch für Oliver Blum das Leben verändert: „Weil mit dem Lockdown alle unsere Auftritte abgesagt wurden, haben wir bei einem befreundeten Metzger für die wartenden Kundinnen und Kunden vor dem Geschäft gespielt“, berichtet der Sänger. Was zunächst als Gag gedacht war, kam so gut an, dass die Band weitere kleine Open Airs veranstaltete. Vor Supermärkten, auf Baumarktparkplätzen und überall, wo es Warteschlangen gab, schließlich wollten die Bühnenkünstler weiterhin unterhalten.
Auftritt vor den Fenstern eines Seniorenheims
Besonders emotional war ein Auftritt vor den Fenstern eines Seniorenheims. „Die Leute brauchen Gemeinschaftsgefühl. Sei es beim Schunkeln im Karneval oder bei unseren Konzerten. Für mich gehört zu einer Gemeinschaft auch, dass man sich gegenseitig hilft“, erzählt Blum weiter. So war es für Blum keine Frage, zum Lebensretter zu werden.
Die DKMS kämpft als gemeinnützige Organisation seit knapp 30 Jahren gegen Blutkrebs. Spendewillige wenden sich an www.dkms.de
