Nach knapp viereinhalb Jahren der Ruhe hat der DJK Löwe wieder ungebetenen Besuch auf seiner Anlage erhalten: Bereits Ende September ereignete sich der jüngste Einbruchsversuch auf der Fußballanlage des Vereins am Rande des Niehler Hafens. Über den Franz-Joseph-Tillmann-Weg, der von der Wohnsiedlung Boltensternstraße zum Niehler Hafen führt und dabei an der Rückseite des Klubheims vorbeiführt, waren der oder die Täter zur Sportanlage gelangt. An der dortigen Grundstücksgrenze durchtrennten sie den Metall-Stabzaun, um aufs Vereinsgelände zu gelangen.
Dann versuchten sie, ins Gebäude zu gelangen, indem sie sich an dessen rückwärtigen Fenstern zu schaffen machten. Massive Hebelspuren an den Fensterrahmen, durch schweres Gerät wie Stemm- oder Brecheisen verursacht, zeugen von den Einbruchsversuchen. Ebenso versuchten die Unbekannten, die Fensterscheiben einzuwerfen; das Sicherheitsglas der zwei Fenster wurde eingedellt, hielt den Versuchen jedoch ebenfalls stand. Aufgrund der Beschädigungen an Rahmen und Glas ist ein Austausch der Fensterelemente jedoch unumgänglich. Die Stadt hat an der Einbruchsstelle den Metall-Stabzaun notdürftig geflickt.
Serie von Taten in den Vorjahren
Bereits in den Vorjahren hatte der Verein mit Sitz in Riehl mehrfach Einbrüche und Zerstörungswut auf seiner Anlage am Hafen zu beklagen: 2014 etwa ereignete sich schon mal eine Diebstahlserie; 2016 gab es einen Brandanschlag auf die Sportstätte. Mit besonders roher Gewalt gingen Täter im Mai 2022 vor, als sie mit Beton-Wackersteinen, die als Bodenbelag dienen, die Fenster an der Frontseite des Vereinsheims zertrümmerten. Damals gelangten sie, anders als dieses Mal, ins Gebäude, durchstöberten Schränke und Schubladen und stahlen die Musikanlage des Vereins. Nach den Vorfällen hatte der Verein seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, Fenster vergittert und die Oberkanten der Zäune mit Stacheldraht gesichert.
Der Vorstand hofft nun, dass es zukünftig zu keinen Vorfällen mehr kommt. Wertvolle Gegenstände gebe es im Vereinsheim nicht, betont man seitens des Klubs. Die Versicherungsprämien seien so hoch, dass ein kleiner Verein diese nicht stemmen könne – deshalb lohne eine solche Police nicht. Wie die Polizei Köln mitteilt, sei das Ermittlungsverfahren hinsichtlich des Einbruchs zwischenzeitlich an die Staatsanwaltschaft Köln abgegeben worden. „Vor Ort waren zwar Spuren gesichert worden. Hieraus konnten leider keine weiteren Täterhinweise erlangt werden“, heißt es von der Pressestelle.
Einen kleinen Lichtblick für die Löwen gibt es jedoch: Kürzlich stellte der Verein die Bemalung der Seitenmauern entlang des Platzes fertig, die ab sofort mit dem Vereinsschriftzug versehen sind und in den Vereinsfarben Blau-Weiß leuchten – und somit die Platzanlage, für die sich der Klub einen Kunstrasen-Belag wünscht, etwas aufwerten.

