Dreieinhalb Jahre nach Baustart feierte die Edith-Stein-Schule Richtfest für ihren Erweiterungsbau. Anfang 2028 soll alles fertig sein.
RichtfestNippeser Realschule freut sich schon auf Neubau und Dreifach-Turnhalle

Das Bauteam posiert unter dem Richtkranz für die Edith-Stein-Schule.
Copyright: Bernd Schöneck
Trotz der zwischenzeitlichen Rekordhitze, verbunden mit enormen Anstrengungen fürs Bauteam, hat bislang alles reibungslos geklappt, resümierte zufrieden Andreas Klinkenberg, Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Nesseler. „Es war eine wahrhaft schweißtreibende Arbeit, eine Super-Anstrengung und eine Mega-Leistung der Kolleginnen und Kollegen“, blickte er auf die Erstellung des Rohbaus zurück.
Insgesamt 9000 Kubikmeter Beton habe man verarbeitet; alle rund 1300 Betonmischer-Lkw-Fahrten aneinandergereiht würden eine Strecke von der Nippeser Schul-Baustelle bis zum Stadion von Bayer Leverkusen ergeben, „auch wenn da wohl kein Kölner hinwill“, wie er scherzend ergänzte. Im firmeneigenen Werk in Weisweiler bei Aachen wurden die Stahlbeton-Fertigteilwerke produziert und von dort nach Köln gebracht.
„Wir haben alle große Bauklötze gestaunt“
Seit Anfang 2023 laufen die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten für die Edith-Stein-Realschule am Niehler Kirchweg 120. Das 1963 bezogene Bestandsgebäude blieb erhalten und wurde renoviert; neu hinzu kommt ein vierstöckiger Neubau mit schickem quadratischem Lichthof im Innern. Auch die Dreifach-Turnhalle, ausgestattet mit hitze- und UV-abschirmendem Glas sowie mit kleinen weißen Punkten auf den Scheiben als Schutz vor Vogelschlag, entsteht komplett neu.
Nun feierte die Schule unter Leitung von Andrea Beringer Richtfest fürs Projekt. Nach dem 2024 fertiggestellten, benachbarten Barbara-von-Sell-Berufskolleg befindet sich nun also auch der zweite Schulbau am Toni-Steingass-Park auf der Zielgeraden und soll Anfang 2028 übergeben werden. Neu am Park hinzugekommen ist mit Schuljahresstart 2024/25 das Gymnasium im Toni-Steingass-Park an der Ecke Uschi-Werner-Fluss-Weg/Henner-Berzau-Weg, das in einstigen Ausweichräumen des Kollegs seinen zeitweiligen Platz fand.
„Wir haben alle große Bauklötze gestaunt, wie schnell das geht“, lobte Beringer. Mitwirkende der Website-AG haben den Baufortschritt auf der Schul-Internetpräsenz in Form eines kleinen Blogs dokumentiert. „Und wenn man in der Turnhalle ist, schaut man komplett auf die Bäume rundum.“ Schuldezernent Andree Haack erinnerte an die Ursprünge der Schule, die 1900 als reine Mädchenschule eröffnete und erst im Schuljahr 1976/77 die ersten gemischten Klassen aufwies. In den Gründungsjahren gab es noch ein Schulgeld von 60 DM für die Schülerinnen; aus dem rechtsrheinischen Anreisende hatten als „Auswärtige“ sogar 84 DM im Jahr zu zahlen.
