Laden beim ShoppenPolitiker wollen mehr Ladesäulen rund um die Neusser Straße in Köln-Nippes installieren

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Viele Fußgänger gehen an der Kaufhof-Filiale über die Neusser Straße in Nippes.

Die Neusser Straße soll mehr Lademöglichkeiten bekommen.

Um die E-Mobilität zu fördern und das Nippeser Zentrum attraktiver zu machen sollen um die Neusser Straße elf Doppel-Ladesäulen entstehen.

Ihnen kommt eine Schlüsselfunktion zu, was den Umstieg auf Elektromobilität angeht: Ladesäulen im öffentlichen Raum – gerade für jene, die mangels Eigenheim oder bereits vorhandenem Tiefgaragen-Anschluss keine Möglichkeit haben, sich eine private Ladestation einzurichten. Bislang sieht es im Stadtteil Nippes noch mau aus: Von den rund 400 errichteten öffentlichen Doppel-Ladesäulen im Stadtgebiet befinden sich laut der Übersicht der Rhein-Energie ganze acht im Veedel, darunter eine Schnellladesäule an der Merheimer Straße 277 unweit der Bezirkssportanlage, die mit Gleichstrom (Direct Current, DC) arbeitet und besonders zügige Ladevorgänge ermöglicht. 

Die Bezirksvertretung Nippes will der E-Mobilitäts-Infrastruktur nun auf die Sprünge helfen: Einstimmig beschloss sie einen Antrag des FDP-Mandatsträgers Marc Urmetzer, zügig elf Doppel-Ladepunkte im unmittelbaren Umfeld der Neusser Straße zu errichten – namentlich an Usambarastraße, Nordstraße, Blücherstraße, Florastraße, Baudristraße, Viersener Straße, Wilhelmstraße, Steinbergerstraße, Cranachstraße, Schenkendorfstraße und Lohsestraße. Dies soll zum einen der jeweiligen Nachbarschaft zugutekommen, jedoch auch Kunden der Geschäfte entlang der Neusser Straße. Diese könnten dann während ihres Einkaufs ihren Pkw laden. Eine Liste mit Standorten hatte der Rat vor einigen Jahren beschlossen; die geplanten Nippeser Aufstellorte sollen nun schneller bearbeitet werden.

Umbau der Neusser Straße in Köln-Nippes beginnt im Jahr 2026

„Die bisherige Lade-Infrastruktur sieht sehr gesprenkelt aus, Nippes ist nicht gut bedient“, so Urmetzer. „Die Neusser Straße als unsere Haupt-Einkaufsmeile hat jedoch Bedarf, und wenn der Umbau losgeht, werden die Säulen nicht zur Verfügung stehen.“ Hintergrund ist die anstehende Umplanung der Neusser Straße zwischen dem Abzweig Kempener Straße und dem Niehler Kirchweg, die voraussichtlich 2026 beginnen soll. Der Verkehrsausschuss hatte im März dieses Jahres den entsprechenden Planungsbeschluss gefasst. 

Im Zuge der Umgestaltung werden unter anderem Parkplätze reduziert und die Fahrbahn verengt, im Gegenzug die Aufenthaltsqualität durch mehr Grün und breitere Gehwege verbessert sowie Zebrastreifen angelegt. Zudem soll es komfortablere Radstreifen und mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben. „Es ist ein 2-in-1-Antrag: Die Ladesäulen wären nicht nur für Gäste der Neusser Straße, sondern auch für die Anwohner“, unterstrich der Liberale. Es sei darauf zu achten, die Säulen möglichst nah an der Neusser Straße zu platzieren, um lange Fahrten von Nicht-Anliegern durch die Wohngebiete zu vermeiden.

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