Der „Blaue Abend“ ist Opfer seines eigenen Erfolgs. Weil das Fest immer größer wurde, erforderte es immer mehr Sicherheitsvorkehrungen. Nur gemeinsam kann es gerettet werden.
Kommentar zum Blauen AbendDas Veedelsfest braucht mehr Schultern


Auch das Team der Buchhandlung Blücherstraße präsentierte sich mit blauen Perücken bei einer der ersten Ausgaben des Blauen Abends. (Archivbild)
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Egal, ob und wie es mit dem „Blauen Abend in Nippes“ weitergeht – eines kann man sagen: Die bislang 13 Auflagen seit 2012 waren ein Erfolg. In wochenendlich-entspannter Atmosphäre konnte man sich, samt Veedelsplan mit allen Adressen, auf „Schatzsuche“ begeben und Orte entdecken, die man noch nicht auf dem Schirm hatte. Und die Open-Air-Konzerte, ebenfalls durch anliegende, zumeist inhabergeführte Läden organisiert, rundeten das Erlebnis ab.
Immer mehr wurde der Blaue Abend nicht nur eine Werbung für den Handel vor Ort, sondern für Nippes an sich. Hätte es das Fest nicht schon gegeben, hätte man es erfinden müssen. Gerade der (zu) große Zuspruch ist es nun, der die Organisatoren hat die Reißleine ziehen lassen.
Deshalb schreit das Format nach einer Fortsetzung. Neben Unterstützung aus Politik und Verwaltung bräuchte es einen Kraftakt von mehreren Akteuren im Veedel, um das Event gemeinsam stemmen zu können. Hierbei nützlich wäre natürlich auch ein Bürger- und Veedelsverein mit Strukturen und Verlässlichkeit.
