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Neueröffnung in NippesJunges Duo führt früheres „Rosenrot“ weiter

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Zwei junge Männer sitzen auf einer Terrasse vor einem Café, das gerade umgebaut wird.

Marcel und Tammo, das neue Inhaber-Duo, auf der Terrasse ihres neuen Ladens, in dem noch Renovierungen laufen.

Im Ende 2025 geschlossenen „Rosenrot“ kehrt wieder Leben ein: Als „Übermorgen“ eröffnet das Lokal im Juli neu. 

Schon seit einem Jahr stand der Entschluss von Marcel und Tammo fest, gemeinsam einen Laden zu eröffnen. „Wir haben uns entschlossen, hauptberuflich Gastgeber zu sein, und hatten seit Mai 2025 nach einem Lokal gesucht. Und dieser Laden hat alle unsere Kriterien erfüllt: ein schöner Eckladen mit Terrasse und viel Licht.“ Der 29-jährige Marcel und sein zehn Jahre älterer Geschäftspartner Tammo hatten sich bei ihrer Arbeit in der Gaststätte „Pegel“ im Belgischen Viertel kennengelernt.

Aus dem „Rosenrot“ wird das „Übermorgen“ in Nippes

Nun hat es sie nach Nippes gezogen: Als „Übermorgen“ wollen sie das nach 30 Jahren geschlossene „Rosenrot“ an der Turmstraße 4 weiterführen, als ihren ersten eigenen Laden. Anfang April hatten sie die leer stehenden Räume übernommen. Das „Rosenrot“ hatte mit Ablauf des alten Jahres seinen Betrieb eingestellt; Ende Januar verkündete Vorbesitzerin Annett Koch, dass es nicht mehr weitergehen werde.

Ein geschlossenes Ecklokal mit Stühlen und Tischen auf der Terrasse

Restaurant Rosenrot in Köln hat geschlossen.

Bis es voraussichtlich Mitte oder Ende Juli soweit ist, wartet noch viel Arbeit auf die beiden: Das komplette Lokal ist entkernt, als ersten Schritt der Renovierung ist immerhin schon die Wandvertäfelung geschafft. Die komplette Küchen- und Gebäudetechnik mitsamt Elektrik muss nach drei Jahrzehnten Gaststättenbetrieb auf den neuesten Stand gebracht werden; außerdem sind noch etliche Formalitäten zu bewältigen. „So viel Arbeit es auch immer ist, so viel Spaß macht es zugleich auch. Und es soll ja für die nächsten Jahre unser Fundament sein“, bekräftigt Tammo. Froh sind sie über die zahlreichen helfenden Hände aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Mit als Unterstützer an Bord ist Helmut Köhnlein, der neben dem „Pegel“ auch Inhaber von „Gottes Grüne Wiese“ ist, ebenfalls im Belgischen Viertel.

Eigener Kaffee und neue Cocktails geplant

Im Vergleich zum früheren „Rosenrot“ wird einiges gleich bleiben, sich aber auch vieles ändern: Die Öffnungszeit ab morgens um 10 Uhr mit Frühstücksangebot bleibt erhalten, natürlich auch die gemütliche Terrasse neben der Kirche St. Marien und dem Bürgerzentrums-Zweitstandort. In den Abendstunden wollen die beiden stärker auf Getränke setzen, etwa mit neuen Longdrink- und Cocktail-Kreationen, sowohl mit als auch ohne Alkohol. Und es gibt den „Übermorgen-Blend“, eine eigens für den Laden entworfene Kaffee-Röstung mit dazu passender hochwertiger Maschine. Essenstechnisch soll es eher kleinere Sachen geben, als Begleitung zu den Getränken, „aber dennoch zum Sattwerden, wenn man mag“, versichern die zwei – aus einem Mix aus deutscher und mediterraner Küche sowie weiteren kulinarischen Einflüssen.

Ein weiterer Teil des Konzepts sind die Veranstaltungen: Neben – wie bisher im „Rosenrot“ – Ausstellungen und Lesungen halten die zwei es auch für denkbar, die Räume für Info-Veranstaltungen von Vereinen und Initiativen zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen einen gesellschaftlichen und nachbarschaftlichen Mehrwert mit dem Café schaffen“, so Marcel. Auf dem Instagram-Account des „Übermorgen“ gibt es regelmäßig einen Einblick in die Vorbereitungen auf die Eröffnung.