Wo der viel befahrene Radweg aus der autofreien Siedlung auf die Sechzigstraße trifft, liege eine Gefahrenstelle, betont Christoph Schmitz, CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung Nippes. „Dort gibt es regelmäßig gefährliche Situationen. Viele Radelnde schauen beim Herausfahren nicht auf die Straße.“ Noch vor kurzer Zeit hat es an der Stelle einen schweren Unfall gegeben, nachdem eine Radlerin vom Fuß- und Radweg entlang des Bahndamms nach links auf die Sechzigstraße abgebogen sei, die sich in Höhe der Ausfahrt in eine Kurve legt. Das Fahren entgegen der Einbahnstraßen-Richtung, wenngleich mittlerweile vielerorts per Zusatzschild erlaubt, ist auf der schmalen Sechzigstraße nicht gestattet.
Der insgesamt rund 400 Meter lange Fuß- und Radweg verbindet den S-Bahnhof Nippes mit der autofreien Siedlung, an deren südlichem Eingang er mündet. Erfahrungsgemäß ist die Verbindung hochfrequentiert und rege genutzt.
Beschlossene Umgestaltung von 2022 bislang nicht umgesetzt
Das Gebiet rund um den S-Bahnhof, wo sich Liebigstraße, Hartwichstraße, Escher Straße und Sechzigstraße treffen, gilt wegen des hohen Verkehrsaufkommens – hier verläuft unter anderem ein beliebter Schleichweg in Richtung Innere Kanalstraße und Zoobrücke –, der stellenweisen Unübersichtlichkeit und des Nebeneinanders von Auto-, Fuß- und Radverkehr schon länger als kritisch. 2022 hatte die Bezirksvertretung eine Umgestaltung der Ecke für mehr Sicherheit beschlossen; bislang ist jedoch noch nichts Nennenswertes umgesetzt.
Gemeinsam will die Runde nun zunächst nach Lösungen für die Einmündung des Fuß- und Radwegs in die Sechzigstraße suchen. Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung den CDU-Antrag, einen Ortstermin mit der Verwaltung am Bahndamm einzuberufen – mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer im Bereich des aus der Werkstattstraße einmündenden Radwegs zu beraten und von der Verwaltung als geeignet empfohlene Maßnahmen zu beschließen.
„Der Radverkehr ist an der Stelle sehr unterschiedlich schnell unterwegs, einige fahren schon sehr zügig“, so Anne Grose, Sprecherin der Ortsgruppe Köln des Fußverkehrs-Verbands „Fuss“, die in der autofreien Siedlung wohnt. Sie selbst habe an der Stelle jedoch noch keine Probleme gehabt. Eine eventuelle Möglichkeit, etwas mehr Sicherheit zu erreichen, seien Schilder und Asphalt-Markierungen, die auf freundliche Weise an Rücksichtnahme und Vorsicht erinnern – so wie neulich in Rodenkirchen realisiert. Köln nutze diese Möglichkeit noch wenig; viele andere Städte seien da weiter.

