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Neuer Höchststand in NRWKöln hat den größten prozentualen Anstieg an Einbürgerungen landesweit

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Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch. (Symbolfoto)

Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch. (Symbolfoto)

Die Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund rechtlicher Änderungen zu sehen.

Die Zahl der Einbürgerungen in NRW hat einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahr 2025 erwarben nach vorläufigen Zahlen 76.156 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte. Das seien 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr - und somit der höchste Stand seit dem Jahr 2000, dem Beginn der vorgelegten Statistik.

Einbürgerungen steigen in Köln um +119,7 Prozent

Syrerinnen und Syrer wurden nach Angaben der Statistiker am häufigsten eingebürgert. Insgesamt 18.567 Einbürgerungsurkunden wurden an sie überreicht - das war fast ein Viertel aller Fälle. Danach folgten türkische, irakische, russische und iranische Staatsangehörige.

Den größten prozentualen Anstieg an Einbürgerungen gab es in Köln (+119,7 Prozent). Dahinter folgte der Hochsauerlandkreis (+82,8 Prozent).

Die Entwicklung ist vor dem Hintergrund rechtlicher Änderungen zu sehen. Im Juni 2024 trat ein von der damaligen Ampel-Koalition beschlossenes neues Staatsangehörigkeitsgesetz in Kraft. Seitdem haben Ausländer unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach fünf statt acht Jahren Aufenthalt in Deutschland einen Anspruch auf Einbürgerung. Auch die doppelte Staatsangehörigkeit ist nun zugelassen. (dpa)