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NS-DOK geschlossenUnbekannte verschütten stinkende Flüssigkeit

Der Staatsschutz ermittelt. Am Vorabend hatte eine Veranstaltung zum Thema AfD stattgefunden.

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Das NS-Dokumentationszentrum am Appellhofplatz wurde in der Nacht zum Freitag Ziel eines Angriffs mit einer übel riechenden Flüssigkeit.

Das NS-Dokumentationszentrum am Appellhofplatz bleibt am Freitag, 16. Oktober, geschlossen: Unbekannte haben in der Nacht an allen drei Eingängen der Gedenkstätte eine übel riechende Flüssigkeit verschüttet. Vermutlich handelt es sich um Buttersäure oder eine ähnliche Substanz.

Um 8.20 Uhr wurde die Verunreinigung und der beißende Geruch entdeckt. Die Stadt Köln erstattete sofort Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei. Diese sucht nun Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben könnten.

Ohne den polizeilichen Ermittlungen vorgreifen zu wollen, müssen wir den Vorfall als gezielten Angriff auf die Gedenkstätte und die Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus in Köln begreifen. Wir verurteilen den Angriff scharf und werden uns davon nicht einschüchtern lassen
Dr. Henning Borggräfe, Leiter des NS-Dokumentationszentrums

Aufgrund der Bedeutung des Objektes, kümmert sich laut Polizei der Staatsschutz um den Fall. Dr. Henning Borggräfe, Leiter des NS-Dokumentationszentrums, teilte am Freitag mit: „Ohne den polizeilichen Ermittlungen vorgreifen zu wollen, müssen wir den Vorfall als gezielten Angriff auf die Gedenkstätte und die Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus in Köln begreifen. Wir verurteilen den Angriff scharf und werden uns davon nicht einschüchtern lassen.“

Am Vorabend hatte im NS-Dok eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Was folgt aus der AfD-Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln?“ stattgefunden. Ob es einen Zusammenhang mit dieser Veranstaltung gibt, ist Teil der Ermittlungen der Polizei.