Der Senioren-Infotag in Porz bot Hilfsangebote und Anregungen für einen erfüllten Alltag – Sport und Lernen kennen keine Altersgrenze.
In höherem Alter aktiv lebenSenioren-Infotag in Porz stellt Aktivitäten und Hilfen vor

Beim Trommelworkshop konnten Besucherinnen und Besucher mit Instrumenten experimentieren und die Freude am gemeinsamen Musizieren erfahren.
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Eine ganz falsche Vorstellung habe sie von diesem Tag gehabt, sagt Claudia Hofmann, lacht und legt nach einem kleinen Trommelwirbel die Bongos beiseite, die sie gerade beim Trommelworkshop in großer Runde ausprobieren durfte. Senioren-Infotag, das habe für sie nach irgendwie traurig stimmenden Informationen über das Leben im Alter geklungen, und dabei sei es hier so bunt.
Die 65-jährige Porzerin ist zum ersten Mal Gast der Veranstaltung, bei der die Seniorenkoordination im Stadtbezirk und Mitveranstalter den Rathaussaal als Bühne zur Gestaltung einer wichtigen, möglichst aktiven Lebensphase nutzen. „Ich habe hier so viel Schönes gesehen und so nützliche Anregungen bekommen, dass mir das Älterwerden jetzt auch als Chance erscheint“, sagt Hofmann.
Porzer Infotag zeigt Angebote für ein aktives Leben im Alter
„Mitten im Leben – Porz bewegt“ war das Motto des Tages, das älteren Menschen Lust auf ein vielfältiges Miteinander machen sollte und Hilfen anbot, wenn die eigenen Kräfte langsam nachlassen sollten. Mehr als 40 Organisationen, Vereine, Initiativen und Beratungsstellen luden zu Informationen, Gesprächen und zum Ausprobieren ein. Der Infotag informierte über Gesundheit, Mobilität, Pflege, Wohnen, digitale Teilhabe, Bildung, Engagement und Freizeit.
Tanja Reinisch und Nils Horstmann von der FC-Stiftung luden dazu ein, vor Ort kleine sportliche Übungen auszuprobieren. Außerdem warben sie für Bewegungsangebote in Porzer Stadtteilen und Senioreneinrichtungen, die Spaß machen und die Gemeinschaft fördern sollen. Polizeibeamtinnen vermittelten auf unterhaltsame Art und Weise, wie Seniorinnen und Senioren sich um die eigene Sicherheit kümmern und sich vor Betrug schützen können. Anatoli Yakub vom Erfinderclub Iwis stellte pfiffige Lösungen für Menschen vor, die beim Gehen auf einen Stock angewiesen sind.
Unter Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Lutz Tempel nutzten Hunderte Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops und Gelegenheit, bei Getränken und einem vom Förderverein der Sparkasse gestifteten Imbiss ins Gespräch zu kommen. Brunni Beth, Leiterin der Seniorenkoordination im Stadtbezirk, zeigte sich glücklich über den Erfolg des Tages, der erneut in einen ganzen Senioren-Aktionsmonat eingebunden war. „Die Porzer Senioren Netzwerke und weitere Anlaufstellen sind das ganze Jahr über aktiv, können Informationen vermitteln und laden zu Freizeitangeboten in den unterschiedlichen Veedeln ein“, sagt sie.
„Uns ist wichtig zu vermitteln, dass älter zu werden nicht notwendigerweise als Begrenzung empfunden wird. In jedem Alter können wir Träume umsetzen und Wünsche erfüllen und neue Stärken entdecken. Dafür geben unsere Gemeinschaften jederzeit die passenden Anregungen.“ Claudia Hofmann, eine der vielen Entdeckerinnen beim Seniorentag, hat sich jedenfalls gleich die Informationen des Seniorennetzwerkes für Veranstaltungen in den nächsten Monaten mitgenommen. „Boule-Spielen am Senkelsgraben – das wär‘ doch was“, sagt sie. Und hat für ihre aus dem Iran stammende Nachbarin auch noch ein paar Informationen zu interkulturellen Angeboten ausgewählt.
