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Brücken-Schaden in PorzTreppe soll vor Abbruch saniert werden

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Der Aufgang zu einer Brücke ist mit einer rot-weißen Bake und einem Bauzaun abgesperrt.

Saniert und wieder geöffnet werden soll die östliche Treppe der Bergerbrücke – so will es die Bezirksvertretung Porz.

Sie ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen Eil und Porz-Mitte: die Bergerbrücke. Allerdings ist sie auch mächtig in die Jahre gekommen.

Tatsächlich ist ihr Zustand so schlecht, dass klar ist, dass sie abgebrochen werden muss. In rund zwei Jahren soll das der Fall sein. Vor diesem Hintergrund irritiert ein einstimmig gefasster Beschluss der Bezirksvertretung Porz zunächst.

Auf Antrag der SPD soll die Stadtverwaltung eine der gesperrten Treppen instand setzen, so dass sie wieder genutzt werden kann. „Ein Abwarten auf den Neubau der Brücke ist nicht zumutbar“, heißt es in dem Antrag der SPD. Die Treppe auf der östlichen Seite der Bergerbrücke sei dringend erforderlich. Personen, die ins südliche Finkenberg oder ins östliche Porz-Mitte jenseits der Bahngleise wollen, hätten in der Vergangenheit den östlichen Treppenabgang rege genutzt. „So erreichten sie zügig die Kasparstraße im Norden oder die zum Friedhof führenden Straßen im Süden“, heißt es in dem Antrag.

Mit der Schließung der Treppe sind für die Bürgerinnen und Bürger lange Wege über die ganze Brücke nötig. „Wenn sie Richtung Süden abbiegen wollen, müssen sie sogar bis zur Kreuzung Bergerstraße/Ohmstraße Richtung Eil gehen, um hinter der Brückenabfahrt auf ungesichertem Weg zwischen Fahrradfahrern die Kopenhagener Straße zu überqueren und dann erst auf einem Zebrastreifen über die Bergerstraße zu gehen“, beschreiben die Sozialdemokraten den Weg, der nun zurückgelegt werden muss. Durch die Sperrung der Treppe werden die Wege für Friedhofsbesucherinnen und -besucher oder für Kinder, die einen Kindergarten oder eine Schule jenseits der Bahnlinie besuchen, weiter.

Die geplante und erforderliche Erneuerung der Brücke – inklusive Treppen – sei für eine Entscheidung zur Durchführung der Maßnahme nicht relevant, heißt es in dem Antrag. Vor 2028 sei nicht mit einer Erneuerung der Brücke zu rechnen. Die Standsicherheit der Treppe und des Treppengeländers sei nicht in Frage gestellt, heißt es in dem Antrag. Dies könne also nicht als Begründung für eine Sperrung wegen Unfallgefahr zu sehen sein. Betonabplatzungen an einzelnen Geländerpfosten sehen zwar nicht schön aus, seien aber keine Beeinträchtigung der Standsicherheit der Treppe oder des Geländers und könnten mit einfachen Mitteln für eine Übergangszeit aus der Welt geschafft werden, findet die SPD.

Sollte es dennoch Bedenken wegen der Sicherheit geben, soll über Alternativen nachgedacht werden. Ins Spiel gebracht hat die SPD mit ihrem Antrag eine verzinkte Stahltreppe. Sie könne andernorts wiederverwertet werden und soll als kostengünstige Übergangslösung geprüft werden.