Der Arbeitskreis der Porzer Religionen engagiert sich seit 2012 für ein friedliches Miteinander der Religionsgemeinschaften im Stadtbezirk Porz.
Bühnenprogramm und kulinarische SpezialitätenFest der Porzer Religionen findet an neuem Ort statt

Beim Fest der Porzer Religionen gestalten die teilnehmenden Gemeinschaften Kultur-Beiträge, es wird getanzt und die Gemeinschaft gefeiert (Archivbild).
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Der Arbeitskreis der Porzer Religionen veranstaltet am Sonntag, 30. August, 14 bis 17 Uhr, das Fest der Porzer Religionen. Es dient der friedlichen Begegnung von Menschen unterschiedlichen Glaubens, das drückt auch der Titel „Shalom, Frieden, Salam“ aus. Es ist bereits das sechste Fest dieser Art, und erstmals findet es im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte an der Glashüttenstraße 20 statt.
Der neue, offene Ort der Begegnung soll den interreligiösen Dialog noch stärker mit dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben im Stadtbezirk verbinden. Im Arbeitskreis der Porzer Religionen engagieren sich die alevitische Gemeinde, die Bahá'í-Gemeinde, evangelische Gemeinden, Interkult, die katholischen Kirchengemeinden, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die Moschee-Gemeinde, die Synagogen-Gemeinde sowie der Verein Köln-Tel Aviv.
Vielfalt schafft Zusammenhalt in Porz
Mit informativen Aktionen und ihren regelmäßigen Festen setzen sie seit nun schon 14 Jahren ein sichtbares Zeichen für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen in Porz. Bezirksbürgermeister Lutz Tempel hat die Schirmherrschaft für das Fest übernommen und lobt den Geist des Miteinanders. „Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensüberzeugungen kommen ins Gespräch, lernen einander kennen und machen die gute Erfahrung, dass Vielfalt zum Zusammenhalt im Stadtbezirk beitragen kann“, sagt er.
Die Veranstalter machen mit ihrem Engagement deutlich, dass Religionen gute und tragende Verbindungen zwischen Menschen schaffen können. Sie setzen damit ein Zeichen gegen religiös verbrämten Fanatismus und gegen Gewalt. Menschenliebe, Respekt und Frieden gehören schließlich zu den erklärten Zielen der meisten Religionen weltweit. Trotzdem wurden und werden im Namen von Religionen erbitterte Kriege geführt. Der so geschürte Hass pflanzt sich im Zusammenleben dann fort, bis auch gute Nachbarn zu Feinden werden können.
Dass es auch anders geht, macht der Arbeitskreis mit seinen beteiligten Religionsgemeinschaften seit Jahren bei zahlreichen gemeinsamen Aktionen für Demokratie und für Frieden deutlich. Er gibt damit ein Beispiel, dem Nachahmer zu wünschen ist. In ganz Köln ist keine ähnlich intensive und vielfältige interreligiöse Zusammenarbeit wie hier zu finden. Beim Fest der Porzer Religionen nutzen Angehörige vieler im Stadtbezirk vertretener Religionsgemeinschaften und interkulturelle Vereine die Chance, gemeinsam zu feiern und Gäste auf das Verbindende hinzuweisen, um manch angeblich Trennendes zu überwinden.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit spirituellen Impulsen und kulturellen Beiträgen der Religionsgemeinschaften sowie kulinarischen Spezialitäten aus verschiedenen Traditionen. Dafür bietet die „Glashütte“ einen guten Ort. Die Adresse ist seit Jahrzehnten als ein Haus des sozialen Miteinanders bekannt. Durch das Programm führt der Vorsitzende des Arbeitskreises, Christian Joisten. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Bezirksvertretung Porz in Kooperation mit dem Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte. Gäste jeden Alters sind willkommen, der Eintritt ist frei.
