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„Es hat sich ausgefaxt“Kölner Stadtrat verbannt bis 2028 alle Faxgeräte aus Behörden und Ämtern

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Ein Faxgerät steht auf dem Boden.

Wo nötig, sollen Faxgeräte durch digitale Software-Lösungen ersetzt werden.

Bei der Neuausstattung von Gebäuden soll bereits ab dem kommenden Jahr auf analoge Faxgeräte verzichtet werden.

Die Stadt Köln verbannt bis 2028 Faxgeräte komplett aus der Verwaltung. Diese Entscheidung hat der Digitalisierungsausschuss des Stadtrates bei seiner Sitzung am Montag mit den Stimmen von Grünen, CDU, SPD, Volt, Linken, „Klimafreunden“ und „GUT“ getroffen. Bei der Neuausstattung von Gebäuden soll bereits ab dem kommenden Jahr auf analoge Faxgeräte verzichtet werden. Wo nötig, sollen sie durch digitale Software-Lösungen ersetzt werden.

Der Ausschussvorsitzende Manuel Froh (Volt) sagte: „Wir wollen, dass die finanziellen Mittel, die bislang in die Faxinfrastruktur geflossen sind, der Digitalisierung zugutekommen. Es hat sich ausgefaxt in Köln.” David Lutz, digitalpolitischer Sprecher der Grünen, sagte über den Beschluss: „Faxgeräte sind teuer in Anschaffung und Entsorgung. Digitale Alternativen punkten mit geringeren Kosten und weniger Umweltbelastung. Außerdem bieten sie höhere Standards beim Datenschutz.“

Digitale Alternativen sollen Energie und Abfall reduzieren

Faxen sei weder zeitgemäß noch effizient, heißt es in dem angenommenen Antrag. Das Verwenden von Papier, Strom und Druckertinte sowie die nötige Entsorgung der Geräte seien eine Belastung für Klima und Umwelt, die sich durch digitale Alternativen vermeiden lässt.

Angaben der Ratsfraktion Volt zufolge sind in der Stadtverwaltung noch mehrere hundert Faxgeräte in Einsatz. Mit dem Verzicht nehme die Millionenstadt eine Vorreiterrolle ein. Faxe können auch ohne Faxgeräte weiterhin empfangen werden: Schickt ein Bürger ein Fax, wird es digitalisiert und als E-Mail an die zuständige Behörde versandt. (pg/dpa)

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