Streit um BühnentechnikStadt sucht das Gespräch mit dem Gymnasium Kreuzgasse

Das Gymnasium Kreuzgasse in Köln
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Köln – Im Streit um die Bühnentechnik in der Aula des Gymnasiums Kreuzgasse gibt es eine Annäherung zwischen der Stadtverwaltung und dem Förderverein der Schule, der die Technik im Wert von rund 30 000 Euro angeschafft hatte und viele Jahre für den Betrieb und die Pflege der Geräte gesorgt hatte. Nachdem die Stadt im Dezember 2020 überraschend verfügt hatte, dass die gesamte Bühnentechnik kurzfristig entfernt werden muss (der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete), hatte sich die Schulpflegschaft mit einem Beschwerdebrief an die Stadt gewandt. Parallel hatte sich die Politik im Schulausschuss des Stadtrats mit dem Fall befasst.
Nun soll bei einem gemeinsamen Ortstermin von Bühnentechnik, Förderverein und der städtischen Gebäudewirtschaft besprochen werden, wie eine Rückkehr der Technik in die Aula gelingen könnte. Sowohl die SPD als auch die FDP hatten bei der Verwaltung angefragt, wie das Problem gelöst werden könne. Die Antworten der Verwaltung lassen ein Einlenken erkennen, allerdings nur unter gewissen Bedingungen.
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Brandschutzkonzept gefordert
So muss unter anderem ein Konzept zur Neueinrichtung der Aulatechnik erstellt werden. Außerdem wird ein „Brandschutzkonzept über die beabsichtigte Errichtung“ sowie die „Vorlage eines Baugenehmigungsantrags zur Änderung der Versammlungsstätte gefordert.
Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins hatte die Arbeitsgemeinschaft Bühnentechnik, bestehend aus zehn bis 15 engagierten Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassen des Gymnasiums unter Leitung eines Lehrers – in den letzten Jahren professionelle Technik für die Aula des unter Denkmalschutz stehenden Gymnasiums angeschafft, darunter ein 32-Kanal-Mischpult sowie umfangreiche Licht- und Soundtechnik. Die Schüler betrieben die gesamte Technik selbst und ermöglichten so zahlreiche schulinterne Veranstaltungen, Feiern und Konzerte. Die Stadt selbst vermietete die Aula, die mit rund 770 Plätzen zu den größeren Schulaulen in Köln zählt, immer wieder auch an fremde Nutzer. Auch hier kam die Bühnentechnik zum Einsatz.
Gesamte Elektrik in desolatem Zustand
Seit dem erzwungenen Abbau der Geräte ist die Aula kaum noch nutzbar. Die Stadt hat in die 1958 erbaute Aula kaum investiert, die gesamte seinerzeit verbaute Elektrik ist in einem desolaten Zustand. Das hat auch die Schulpflegschaft in ihrem Schreiben an die Stadt beklagt: Die Schwachstellen seien darauf zurückzuführen, dass die gesamte elektrische Grundinstallation der Aula „marode ist und den Sicherheitsanforderungen nicht entspricht“. Das sei ein Versäumnis der Stadt Köln und nicht der Lehrer, Schüler oder Eltern, so die Elternvertreter.
„Statt die Aulatechnik zurückzubauen, müsste demnach die elektrische Grundinstallation instand gesetzt werden“, heißt es weiter. Dieser Umstand sei der Stadtverwaltung bereits seit Jahren bekannt.



