Köln – Urlaub machen in der eigenen Stadt und dabei Neues entdecken – mit mehr als 70 Exkursionen ermöglicht dies das Programm „Urlaub in Köln“. Zu Fuß, auf dem Rad oder im Boot geht es auf die Reise. Zusammengestellt wurde das Angebot zum fünften Mal von der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur.
Die Themen sind vielfältig. Der Kölner Autor Bernd Imgrund etwa führt durch die Kneipenlandschaft am Eigelstein. „Das geht vom Kattwinkel, der einzigen Schwulenkneipe am Eigelstein, bis zum Durst, die extra für uns öffnen. Da mache ich dann ganz laut AC/DC an“, erzählte er bei der Vorstellung des Programms. Auch führt er durch sein Veedel Raderthal und die architektonisch durchkomponierte Englische Siedlung. „Das Köln hässlich ist, stimmt einfach nicht, man muss einfach nur genau hinschauen.“
Streetart für Kinder
Historikerin Katja Lambert bietet zum Schwerpunkt „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ 17 Führungen zu Orten an, wo jüdische Bürgerinnen und Bürger Spuren hinterlassen haben.
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Günter Ottemeier, Gründungsmitglied der Stunksitzung, lädt zusammen mit seiner Klappmaulpuppe „Ara“ Kinder zu historischen Stadtführungen ein. „Ara“ ist ein Außerirdischer und stelle deshalb viele Fragen. „Und dann trauen sich auch die Kinder, zu fragen“, so Ottemeier.
„Streetart för Pänz“ heißt der Workshop von Steinmetz und Streetart-Fachmann Ansgar Hannappel. In der Südstadt bekommen Kinder einen ersten Einblick in das Sprayen und die Arbeit mit Schablonen. „Besprüht wird dann aber nur eine Containerwand“, betonte Hannappel lachend.
Bundeswehrsoldaten auf historischen Fahrrädern
Bei den „Heidewitzka Hafenrundfahrten“ geht es in den Mülheimer und den Niehler Hafen, wo man der Verladung von Containern zuschauen kann. Außerdem gibt es eine Bunker-Fahrrad-Tour, unter anderem zum Röhrenbunker am Reichensperger Platz und zum Atombunker Kalk-Post. Eine weitere Radtour führt von Fort zu Fort, begleitet werden die Teilnehmer von Bundeswehrsoldaten auf historischen Fahrrädern.
Alle Veranstaltungen, die vom 30. Juli bis zum 15. August stattfinden, haben 15 bis 20 Plätze, die Preise beginnen bei zwölf Euro. Einige Führungen sind bereits ausverkauft. Aktuelle Hinweise zu den geltenden Corona-Regeln finden sich auf der Internetseite.

