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Zeugnisvergabe in KölnAus dem Fenster gereicht oder per Post geschickt

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In NRW muss die Zeugnisvergabe wegen der Corona-Pandemie anders als gewohnt ablaufen. 

Köln – Es war eine ganz besondere Ausgabe der Halbjahreszeugnisse. Im Vorfeld hatte es Irritationen gegeben, weil die Stadt den Schulen empfohlen hatte, dass die Schülerinnen und Schüler die Zeugnisse persönlich abholen sollten. Die Dokumente zu verschicken, sei ein zu großer Aufwand. Dann kam eine Kehrtwende: Die Zeugnisse könnten natürlich verschickt werden. Schließlich sollten in Zeiten der Pandemie nicht unnötigerweise 100.000 Schülerinnen und Schüler womöglich noch in Bussen und Bahnen durch die Stadt geschickt werden.

Die Schulen wählten am Freitag schließlich unterschiedliche Wege für die Zeugnisvergabe. Und mussten ganz schön tüfteln. In der Grundschule Antwerpener Straße in der Innenstadt hatte man sich ganz bewusst für die persönliche Übergabe entschieden. „Das war der ausdrückliche Wunsch der Klassenlehrerinnen. Sie wollten die Kinder sehen und gegebenenfalls auch noch etwas zum Zeugnis sagen“, sagt Schulleiterin Susanne Hobbhahn.

Viertklässler waren schon Donnerstag dran

Den Grundschulen war ohnehin freigestellt, die Zeugnisvergabe auf die ganze Woche zu verteilen. In der Antwerpener Straße waren die Viertklässler schon am Donnerstag dran. Vor allem, damit diejenigen, die die frühen Anmeldetermine für die Gesamtschule einhalten müssen, ihre Dokument rechtzeitig in den Händen hielten.

Am Freitag kamen die Drittklässler an die Reihe. Sie wurden nach Zeitfenstern in kleinen Gruppen bestellt, ein Elternteil durfte als Begleitung mitkommen. „Es gibt aber auch Kinder, die wohnen gleich um die Ecke und kamen schnell mit dem Rad vorbei.“ Dank einer sehr großen Aula konnte alles mit dem nötigen Abstand organisiert werden. Die ersten und zweiten Klassen bekamen ohnehin noch keine Halbjahreszeugnisse.

Im Zehn-Minuten-Takt

Auch das Lessing-Gymnasium in Porz-Zündorf hatte sich für die Ausgabe nach Zeitfenstern und Kleingruppen entschieden. In der ersten Schulstunde begann es mit den Fünftklässlern, in den folgenden Stunden waren die nächsten Stufen dran. Die Kleingruppen von fünf bis sechs Schülern wurden im Zehn-Minuten-Takt bestellt und gebeten, dann schnell wieder nach Hause zu gehen.

Das Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium hatte sich ebenfalls für eine gestaffelte Einladung nach Zeitfenstern entschieden – und gab die Zeugnisse dann auch tatsächlich aus Fenstern aus. Auf dem Schulgelände achteten Aufsichten darauf, dass sich die Schüler nicht zu nahe kamen. Und die Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, nicht in Gruppen außerhalb des Geländes stehen zu bleiben.

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In der Gesamtschule Holweide hatte man sich für ein Mischmodell entschieden. Die Abschlussklassen kamen gestaffelt an zwei Tagen im Zehn-Minuten-Abstand ihre Zeugnisse abholen. Andere Jahrgänge bekamen per Post eine Kopie des Zeugnisses, zwei Jahrgängen wurde das Dokument digital übermittelt.

In der Hauptschule Großer Griechenmarkt – der Kayjass Nr. 0 – konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 ihre Zeugnisse abholen, alle anderen bekamen sie per Post.

Das Gymnasium Kreuzgasse war in einer besonderen Situation. Da Schulstempel und Schulsiegel bei einem Einbruch entwendet worden waren, kann die Schule zur Zeit ohnehin keine Dokumente ausstellen. Alle 1000 Zeugnisse wurden in Kopie per Post versandt. Für den Infektionsschutz sei diese ohnehin besser, so die Schulleitung.