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Zum JahresendeARD und ZDF schalten drei Sender ab

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Um jüngere Zielgruppen zu erreichen, bündeln die beiden Sender ihr Angebot und nehmen drei lineare Sender aus dem Programm.

ARD und ZDF stellen gleich drei Sender zum Jahresende ein.

Parallel planen die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ihre Zusammenarbeit im Digitalen auszubauen.

Paukenschlag auf dem deutschen TV-Markt: ARD und ZDF bündeln ihre gemeinsamen Programme und stellen dabei drei lineare Sender ein. Die Kanäle ARD alpha, Tagesschau24 und One werden zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet, wie die beiden öffentlichen Sender am Mittwoch (3. März) mitteilten.

Künftig wollen sich ARD und ZDF auf drei gemeinsam veranstaltete Schwerpunktangebote unter neuen Markennamen konzentrieren: Phoenix als Informationsangebot, Neo als Programm für junge Erwachsene sowie Info als Dokumentationskanal. Die Angebote sollen Information, Bildung, Dokumentation und Inhalte für jüngere Zielgruppen bündeln. Parallel planen die Sender ihre Zusammenarbeit im Digitalen auszubauen.

Rundfunkreform sieht auch mehr Zuschauerbeteiligung vor

Grundlage für die Streichung ist der Reformstaatsvertrag, der eine Reduzierung der linearen Angebote und eine stärkere Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vorsieht.

ZDF-Intendant Norbert Himmler sprach in der Mitteilung von einer konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit beider Häuser. Der ARD-Vorsitzende Florian Hager verwies auf bestehende Gemeinschaftsangebote wie Funk oder KiKA, die zeigten, „was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen.“ Dies stärke das öffentlich-rechtliche Angebot nachhaltig.

Am 1. Dezember 2025 war die Reform des Rundfunkstaatsvertrags in Kraft getreten. Neben dem Abbau von Doppelstrukturen und einzelnen Spartenprogrammen sieht die Reform auch vor, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio stärker auf die Einbindung der Zuschauer achten sollen. (dpa)